{"id":2292,"date":"2019-08-11T13:48:17","date_gmt":"2019-08-11T12:48:17","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/?page_id=2292"},"modified":"2019-08-11T15:07:34","modified_gmt":"2019-08-11T14:07:34","slug":"2008-tschechien-expedition","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/?page_id=2292","title":{"rendered":"2008 Tschechien Expedition Tagebuch"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Kopie-von-IMG_1389.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2302\" width=\"310\" height=\"225\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>2.Februar<\/strong>: Gestern Abend bin ich in Novy Hrozenkov angekommen. Wir k\u00f6nnen eine H\u00fctte nutzen, die im Wald liegt. Es liegt Schnee da es bis auf etwa 500m H\u00f6he geschneit hatte. Mirek hat mir erkl\u00e4rt wo das Schl\u00fcsseln sind und w\u00e4hrend ich gestern am Einr\u00e4umen war kam pl\u00f6tzlich ein Hund in die H\u00fctte. Im Verlauf des Abends kamen 4 von Mireks Volont\u00e4ren an, die regelm\u00e4\u00dfig die Region nach Spuren von W\u00f6lfen, B\u00e4ren und Luchsen absuchen. Heute am 2.Februar bin ich mit zweien am Morgen in die W\u00e4lder mitgewandert. Wir haben viele Spuren von Rehen, Hasen, Wildschweine und sogar vom Hirsch gefunden. Ich musste aber nach etwa 2 Stunden zur\u00fcck, um einige Vorbereitungen zu treffen und darauf zu warten, wann Kathrin und Achim meine beiden Teilnehmer ankommen. Im Verlauf des Tages fing es an zu regnen und ich hoffe das Wetter bessert sich wieder.  <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Luchsspur01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2303\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>3. Februar<\/strong>: Kathrin, und Achim sind am Samstagabend sicher angekommen. Auch Mirek der Biologe aus Tschechien, mit dem ich die Expedition vorbereitet hatte, war da. Nach einer k\u00fcrzeren Wanderung bei der H\u00fctte wollten wir einen slowakischen Kollegen besuchen gehen und im direkten Grenzbereich nach Spuren suche. Leider ist Kathrin die sehr lustig und sympathisch ist, schon nach der kurzen Wanderung zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass sie diese Arbeit nicht machen kann und ist wieder abgereist. Mit dem Fahrzeug sind wir dann zur Grenze auf den Kamm gefahren. Doch war die Stra\u00dfe so glatt, dass Achim und ich bef\u00fcrchten mussten abends nicht mehr sicher hinunterkommen w\u00fcrden, wenn die Stra\u00dfe jetzt antaut und dann wieder friert. Mirek ist dann mit seinen Leuten allein in die Slowakei gelaufen und Achim und ich haben uns ein anders Gebiet vorgenommen. Nachdem wir auf einem verschneiten Wanderweg fast oben angekommen sind fanden wir eine Spur, die ich zu 90% einem Luchs zuordnen w\u00fcrde. Wir genossen das sch\u00f6ne Wetter und gingen \u00fcber den Kamm nach S\u00fcdwesten. Kurz bevor wir runter sind fanden wir eine Wolfsspur. Unterwegs haben wir viele Spuren von Hasen, Rehen, Hirschen und anderen Wildtieren gefunden. Erst nach Einbruch der Dunkelheit waren wir zur\u00fcck an der H\u00fctte. Ob Mirek mit seinen Leuten etwas gefunden haben ist noch unbekannt. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Achim-Wald.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2304\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>4. Februar<\/strong> In der Nacht wurde es recht warm und der Schnee fing zu schmelzen an. Nachdem wir gestern nicht im Grenzbereich suchen konnten wollten wir es heute auf tschechischer Seite unterhalb der Grenze probieren. Dazu sind wir etwa 15km n\u00f6rdlich gefahren und sind dort direkt am Dorf in den Wald eingestiegen. Der Schnee war nass aber \u00fcberfroren. Es nieselte leicht und ein kalter strenger Wind blies. Wieder haben wir viele Spuren vom Schalenwild, F\u00fcchsen und eventuell dem Marderhund gesehen. Die Schneebedingungen waren sehr schlecht. Trotzdem haben wir Spuren von einem Luchs gefunden, aber erst oben auf dem Kamm (820m H\u00f6he) dort wo durch Holzeinschlag und Sturm keine B\u00e4ume mehr standen. An einer Wasserquelle haben wir die Trinkflaschen aufgef\u00fcllt und sind dann noch weiter hoch in der Hoffnung, dass wir noch Wolfsspuren finden. Leider haben wir keine Spuren mehr gefunden, die man Wolf oder Luchs eindeutig zuordnen h\u00e4tte k\u00f6nnen. Allerdings ist best\u00e4tigt, dass hier W\u00f6lfe sind. Jetzt werden wir die tschechische K\u00fcche testen gehen. Von Mirek habe ich noch keiner weiteren Informationen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Wolfsspur.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2305\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>5.Februar:<\/strong> Das Wetter war heute freundlicher mit Sonnenschein und ohne den kr\u00e4ftigen kalten Wind. Wir sind bei Halenkov bis ans Ende des Tales in westlicher Richtung gefahren und von dort zu einem Rundweg in die Berge aufgebrochen. Die Schneebedingungen werden immer schlechter und im unteren Teil war gar kein Schnee vorhanden. Als wir durch den Wald auf den oberen markierten Wanderweg gehen finden wir Spuren die von einem einzelnen Wolf stammen k\u00f6nnten. Die Spur war zu sehr eingeschmolzen, um es genau sagen zu k\u00f6nnen. Oben auf dem Kamm angekommen finden wir eine frische Losung, die vom Luchs stammen k\u00f6nnte. Leider waren keine Spuren auszumachen. Ich habe einen Teil in Alkohol konserviert mitgenommen. Als wir dem Weg weiter nach S\u00fcdwesten folgen treffen wir auf eine Wolfsspur. Mit dem heutigen Tag haben wir die erste Region abgeschlossen. Wie von mir erwartet mit positiven Hinweisen auf Luchs und Wolf. Wir haben zus\u00e4tzlich viele Spuren der Rehe, Wildschweine, Hirsche, F\u00fcchsen und mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit vom Marderhund gefunden. Vom Mirek habe ich erfahren, dass er auf der slowakischen Seite ebenfalls mehrere Spuren vom Luchs gefunden hat und zuk\u00fcnftig enger mit den slowakischen Leuten zusammenarbeiten m\u00f6chte.  <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/spurenvergleich.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2306\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>6. Februar<\/strong>: Wir sind heute in die n\u00e4chste Region gefahren, die sich n\u00f6rdlich von Hranice und Olomouc befindet. Auf dem Weg ins Zielgebiet hat Achim Probleme mit seinem Auto bekommen und musste in eine Werkstatt nach Brno fahren. Mirek hat mich bis zu einem kleinen Bahnhof (bei Klokocuvek) mitten in der Pampa gebracht.\u00a0 Dort kann ich bis Freitag bleiben. Mirek musste zu einem Meeting. Somit bin ich am Nachmittag allein durch die W\u00e4lder gezogen. Die H\u00fcgel sind nur noch 550m hoch, es liegt kein Schnee und es hat fast den ganzen Tag geregnet. Es ist zwar m\u00f6glich unter solchen Bedingungen Spuren zu finden, denn der Boden ist weich und matschig, es erfordert aber eine hohe Konzentration. Spuren der h\u00e4ufig vorkommenden Rehe, oder Wildschweine und Hirsche sind einfach zu finden. Doch f\u00fcr die seltenen Luchs oder Wolfsspuren ben\u00f6tige ich Gl\u00fcck. Leider habe ich keine eindeutigen Spuren finden k\u00f6nnen. Hier ein Spurenvergleich eines Rehs und Shiras Pfotenabdruck. Frische Spuren sind sichtbar, auch ohne Schnee, man muss aber genau hinschauen um die Spur von einem Luchs oder Wolf, der gerade mal den Weg kreuzt, dann auch zu sehen. Im richtigen Moment auf die richtige Stelle schauen und das 5-6 Stunden lang. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Bahnof-innen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2307\" width=\"310\" height=\"225\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/bewaldetes-Tal-Klokocov.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2308\" width=\"310\" height=\"225\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>7.Februar:<\/strong> So sieht es in meiner Bahnhofsunterkunft mit Kaminfeuer aus. Ungewohnt luxuri\u00f6s. Ich war heute ganz in der N\u00e4he am nord\u00f6stlichen Rand des Milit\u00e4rgel\u00e4ndes im Norden von Olomouc unterwegs. Das Milit\u00e4rgel\u00e4nde kann ich nicht betreten ist aber in der Region das am st\u00e4rksten bewaldeten Gebiet. Dort werden gelegentlich auch Luchse gemeldet. Die bewaldeten Gebiete konzentrieren sich hier auf die K\u00e4mme und gelegentlich auf ein solches Tal im Bild. Direkt oberhalb davon sind Felder, Wiesen, Siedlungen und unten sind die Stra\u00dfen und ebenfalls Siedlungen plus einer recht intensiven touristischen Sommernutzung. Als Korridor und Durchzugsgebiet wohl geeignet, als Lebensraum weniger gut, trotz der hohen Schalenwildpopulation. Mirek hat mich gebeten westlich von Hiranice eine Unterf\u00fchrung anzusehen. Wildtiere k\u00f6nnen entlang der Uferb\u00f6schung bis zu dieser sehr stark befahrenen Stra\u00dfe kommen, welche Tiere tats\u00e4chlich hier unten durchwechseln w\u00fcrden kann ich nicht sagen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Schneeweg-gefroren.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2309\" width=\"310\" height=\"225\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Luchsspur04.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2310\" width=\"310\" height=\"225\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>8.Februar:<\/strong> Ich bin heute zu dem n\u00f6rdlichsten Punkt meiner Expedition gefahren, bis in das Gebirge \u00f6stlich von Sumperk. Dort bin ich auf \u00fcber 900m H\u00f6he wieder in den Schnee gekommen. Der War leider stark \u00fcberfroren und mit einer ganz d\u00fcnnen k\u00f6rnigen Schneeschicht bedeckt. Das bedeutet, alte Spuren sind zugeschneit und auf dem neuen Schnee sind Spuren kaum zu erkennen. Daf\u00fcr konnte ich einige Spuren vom Neuschnee befreien, der nicht eingefroren war, um mir ein genaueres Bild zu machen. Ich habe zwei Spuren entdeckt, die ich dem Spurenbild nach und der Form nach einem Luchs zuordnen w\u00fcrde. Dieser Spur (mittleres Bild) bin ich ein gutes St\u00fcck gefolgt. F\u00fcr einen Fuchs sind die Abdr\u00fccke zu gro\u00df, und f\u00fcr einen Wolf zu klein. Ein Hund geht anders. Der einzelne Abdruck best\u00e4rkt mich in der Annahme, dass es sich um einen Luchs gehandelt hat. Ich bin solchen Spuren mehrfach begegnet die Bergab f\u00fchrten. Ich vermute, dass es sich um Mutter und ein Jungtier handelte, oder dass ein einzelnes Tier mehrfach im selben Gebiet ins Tal gelaufen ist, um dort eventuell von einem Riss zu fressen. Das sind aber nur Spekulationen. Man erkennt es schon am Licht der Bilder ich war lange und sp\u00e4t unterwegs. Am Auto war ich erst um 19:00 als es absolut dunkel war und etwa -4\u00b0C. Auf dem Parkplatz habe ich \u00fcbernachtet.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>2.Woche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Landschaft02.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2311\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>9.Februar:<\/strong> Eigentlich mein Ruhetag. Doch da ich allein bin ich ins erste Zielgebiet der 2.Woche gefahren und habe dort zwei Waldgebiete abgesucht. Was mir bisher positiv auff\u00e4llt ist, dass man immer den n\u00e4chsten bewaldeten H\u00fcgel sehen kann, der nie sehr weit weg ist. Die Waldst\u00fccke sind aber jetzt deutlich kleiner und die T\u00e4ler und Ebenen st\u00e4rker besiedelt bzw. Landwirtschaftlich genutzt. Alles im allen aber bisher so gestaltet, dass Luchse, W\u00f6lfe und sogar B\u00e4ren in der Lage sein m\u00fcsste hier durchzukommen. Bei den Autobahnen mache ich mir eher sorgen denn die Gr\u00fcnbr\u00fccken scheint man arg zu vernachl\u00e4ssigen. Die H\u00fcgel sind jetzt nur noch 500-600m Hoch, es liegt kein Schnee und um hier Spuren zu finden muss ich sehr viel Gl\u00fcck haben. Ich bin jetzt etwa 60km n\u00f6rdlich von Brno bei Krenov. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"212\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/PS01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2312\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Auf einem so festen und sogar schlotterigen Weg kann man praktisch keine Spuren finden. Doch es gibt immer rechts und links sogenannte R\u00fcckewege f\u00fcr die Forstarbeit. Die sind matschig und weich. Dort kann ich dann Spuren finden. Vom Schalenwild, F\u00fcchsen und sogar von einem Dachs habe ich Spuren gefunden. Die haben aber alle nicht so gro\u00dfe Reviere wie Luchse oder gar W\u00f6lfe und sind zahlenm\u00e4\u00dfig viel h\u00e4ufiger vorhanden.  <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"205\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Schlafplatz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2313\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>10. Februar:<\/strong> In der Nacht war es etwa -5\u00b0C und in meinem Schlafsack war es fast zu warm. Heute bin ich noch ein St\u00fcck weiter nach S\u00fcdwesten gefahren an den n\u00f6rdlichen Rand eines gr\u00f6\u00dferen Waldgebietes bei Ich bin durch die W\u00e4lder auf beiden Seiten gezogen habe aber nichts weiter als Rehe gesehen und Spuren von Hirsch und Wildschwein. Wieder ein fast reine Fichtenmonokultur. Dieses gro\u00dfe Waldst\u00fcck liegt eigentlich genau in der Mitte zwischen den nord\u00f6stlichen Gebieten in denen Luchse, manchmal W\u00f6lfe und B\u00e4ren und die Elche auftauchen. Theoretisch gesehen k\u00f6nnten hier alle diese eher seltenen Tierarten zumindest gelegentlich auftauchen. Die Bedingungen, um Spuren zu finden sind noch immer extrem schlecht. Nach einem kurzen Gespr\u00e4ch mit Mirek habe ich mich dazu entschlossen morgen eine Pause einzulegen und nach Bratislava zu fahren. Dort ist eine Gro\u00dfr\u00e4uberkonferenz f\u00fcr die Slowakei und Tschechien organisiert. Da ich ungerne v\u00f6llig verschwitzt und dreckig dort hinwollte, habe ich eine Outdoor Dusche genossen, bei sehr frostigen Temperaturen. Das Problem bestand darin eine Stelle zu finden bei der nicht im ung\u00fcnstigsten Moment jemand vorbei kommt. Es kam ein P\u00e4rchen, da hatte ich aber gerade wieder alles im Wagen verstaut. Ich bin nach dem Abendessen noch bis nach Brno gefahren, denn dort will ich mich morgen fr\u00fch mit Mirek treffen und ihn mitnehmen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"212\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/LCIE01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2314\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>11. Februar:<\/strong> Ich hatte keine Lust auf dem Parkplatz den ganzen Wagen umzur\u00e4umen, um darin bequem schlafen zu k\u00f6nnen, also habe ich auf der R\u00fcckbank gepennt und Shira auf den Fahrersitz geschickt. Nicht besonders bequem aber f\u00fcr eine Nacht auszuhalten, auch bei -6\u00b0C. Um 7 Uhr kam Mirek mit einem Freund und wir sind rechtzeitig um zur Konferenz angekommen. Inhaltlich ging es bei der Konferenz darum Ans\u00e4tze und Ideen zu initiieren wie zuk\u00fcnftig gemeinsam sowohl mit den verschiedenen nationalen Interessengruppen als auch mit den Nachbarl\u00e4ndern ein Gro\u00dfr\u00e4ubermanagementplan entwickelt werden kann. Einen interessanten Unterschied gab es zwischen Tschechien und der Slowakei. In der Slowakei ging es mehr darum wie viele W\u00f6lfe, B\u00e4ren und Luchse k\u00f6nnen oder m\u00fcssen pro Jahr geschossen werden, um Sch\u00e4den einzugrenzen und die Populationen nicht zu gef\u00e4hrden. In Tschechien ging es darum wie man die Lebensr\u00e4ume vernetzen kann und wie man zuk\u00fcnftig die Populationen stabilisieren oder sogar erh\u00f6hen kann. Ich kann hier nicht auf alle Hintergr\u00fcnde eingehen, wissen muss man aber, dass in der Slowakei alle drei Beutegreifer in stabilen Populationen vorhanden sind, in Tschechien nicht.\u00a0Am Ende wurde deutlich, dass man in Tschechien eher f\u00fcr Kooperationen mit allen Partnern bereit ist, w\u00e4hrend in der Slowakei noch sehr feste sehr gegens\u00e4tzliche Meinungen der einzelnen Gruppen bestehen. Ich war hier mehr als stiller Beobachter und denke, dass sich in beiden L\u00e4ndern einiges zugunsten der Wolfs-, B\u00e4ren- und Luchspopulationen entwickeln wird, was wiederum Einfluss auf Deutschland und \u00d6sterreich haben wird. Die langj\u00e4hrig festgefahrenen Fronten fangen an sich zu bewegen. Ganz wichtig f\u00fcr mich war dem Mirek bei weiteren Kontakten zu helfen und mit Robin Rigg und dem Vladu (beide aus der Slowakei) schon die ersten Ideen f\u00fcr ein zuk\u00fcnftiges 3 L\u00e4nderprojekt mit Polen angesprochen wurde. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"238\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Reh-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2315\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>12. Februar:<\/strong> Wir sind gestern Abend noch bis nach Brno zur\u00fcckgefahren und haben dort im B\u00fcro von Mirek&#8217;s Organisation Duhan \u00fcbernachtet. Heute sind wir dann gleich am Morgen nach Zdar zur Verwaltung des Landschaftsschutzgebietes in der Umgebung gefahren. Das ist jetzt im s\u00fcdlichen Teil des gro\u00dfen Waldgebietes, in dem ich am Sonntag im n\u00f6rdlichen Teil unterwegs war. Der Zoologe hat uns ins Gebiet gebracht und erkl\u00e4rt, dass es hier regelm\u00e4\u00dfige Luchsbeobachtungen gibt, die letzten stammen vom August 2007. Elche sind vor einigen Jahren ebenfalls durchgezogen und vor einigen Jahren ist hier ein junger B\u00e4r aufgetaucht, der dann von J\u00e4gern geschossen worden ist. \u00dcber W\u00f6lfe meinte er, die seine hier seit 200 Jahren nicht mehr gemeldet worden. Das finde ich erstaunlich.Das Gel\u00e4nde ist wieder h\u00fcgeliger bis 780m H\u00f6he und gr\u00f6\u00dfere Felsbl\u00f6cke stehen im Wald herum. Mirek und ich haben uns umgesehen aber heute keine Spuren au\u00dfer den \u00fcblichen Fuchs und Schalenwildspuren gefunden. Es gibt noch ein paar Schneereste. Ich selbst habe in der Verwaltung ein G\u00e4stezimmer bekommen, dass ich bis Freitag nutzen kann, falls ich solange hierbleiben m\u00f6chte.  <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Wildschweinsule.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2316\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>13.Februar:<\/strong> Ich habe die W\u00e4lder an drei verschiedenen Stellen durchstreift. Ich bleibe dabei immer nur kurze Zeit auf den geteerten Forststra\u00dfen bis zur n\u00e4chsten Abzweigung in den Wald. Dabei habe ich war ich auch in der Umgebung, in der im August 2007 ein Luchs beobachtet worden ist. Der Zoologe Petr M\u00fcckenstein hat mir eine Karte gegeben mit Luchsbeobachtungen seit 1989, insgesamt 16. Er horchte auf, als ich erz\u00e4hlt habe, dass ich Spuren von einer Wildkatze gefunden habe. Die Wildkatze gilt in Tschechien als extrem selten. Das wusste ich leider nicht, sonst h\u00e4tte ich die Daten aufgenommen und mehr auf solche Spuren geachtet. Hinweise oder Spuren von einem Luchs habe ich nicht gefunden, aber daf\u00fcr hat mich eine Rotte Wildschweine im Abstand von 75-100m im Halbkreis umrundet, im Wald kaum sichtbar. Das Foto, dass ich in aller Hektik mit Handschuhen versucht habe zu machen ist entsprechend misslungen. Daf\u00fcr hier eine Suhle und die grauen Scheuerstellen der Wildschweine am Baum.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Rehhaare.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2317\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>14.Februar:<\/strong> Nachdem ich mir noch ein St\u00fcck Wald westlich von Zdar angeschaut habe, habe mich auf den Weg gemacht, um weiter s\u00fcdlich noch ein paar Abstecher in die W\u00e4lder machen zu k\u00f6nnen, bevor ich morgen bis nach Trebon fahre. Ganz interessant waren auch welche M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Wildtiere bestehen die Autobahn zwischen Prag und Brno zu \u00fcberwinden. Ich habe mir nat\u00fcrlich nur ein kleiner Ausschnitt ansehen k\u00f6nnen \u00f6stlich von Jihalva. Es gibt zwar keine Gr\u00fcnbr\u00fccken, was bisher von allen mit denen ich gesprochen hatte bem\u00e4ngelt wurde. Es gibt aber Unterf\u00fchrungen, die allerdings planungsm\u00e4\u00dfig ganz offensichtlich nicht wirklich f\u00fcr Wildtiere eingebunden worden sind. Es fehlt eine ausreichende Vegetation und vor allen Dingen eine Art F\u00fchrungshilfe f\u00fcr Wildtiere um dieser Stelle geleitet zu werden. Nach meiner Einsch\u00e4tzung k\u00f6nnten ein paar Gr\u00fcnbr\u00fccken an den richtigen Stellen f\u00fcr Wildtiere sehr Hilfreich sein. Ein zweites Problem ist die Sicherheit auf der Autobahn, denn es gibt keine Z\u00e4une, wodurch Wildtiere zwar die Autobahn \u00fcberqueren k\u00f6nnen aber mit einem hohen Risiko einen Unfall zu verursachen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Autobahn-mit-Wald.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2318\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend eine Stra\u00dfe f\u00fcr Wildtiere \u00fcberblickbar ist, ist eine Autobahn selbst f\u00fcr erfahrene Wildtiere gef\u00e4hrlich, und f\u00fcr die Menschen ebenfalls.  Bei einem kurzen Waldgang habe ich Haare von einem gerissenen Reh gefunden. Das sind Hinweise, auf die ich immer hoffe. Leider liegen die Haare schon zu lange hier, so dass ich erstens keinen Riss mehr finden konnte noch konnte ich mir ein Bild machen was hier geschehen ist. M\u00f6glich w\u00e4re ein Luchsriss, m\u00f6glich w\u00e4ren aber auch andere Umst\u00e4nde, z.B. ein verletztes Tier (Unfallopfer) und F\u00fcchse, Marderhunde oder Hunde haben den Rest erledigt. Die Stra\u00dfe war nur ein paar 100m entfernt. Ich habe es genossen heute Nacht wieder am Waldrand \u00fcbernachten zu k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"208\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Landschaft03.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2319\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>15.Februar:<\/strong> Heute bin ich bis nach Trebon gefahren, ins n\u00e4chste Forschungsgebiet. Einiges hat sich ver\u00e4ndert. Es wurde noch h\u00fcgeliger. Zu Anfang bis ich in die Umgebung von Trebon kam. Hier befinde ich mich am tiefsten Punkt der Expedition um die 400-450m. Ich kann auch wieder verstehen wor\u00fcber im Radio gesprochen wird, denn ich empfange die \u00f6sterreichischen Sender schon seit gestern. Trebon selbst, mit h\u00fcbscher Innenstadt, liegt in einem Schutzgebiet, mit sehr viele Seen und Feuchtgebieten. Ich habe kurz die Parkverwaltung besucht und nach zus\u00e4tzlichen Informationen gefragt. Luchse oder gar W\u00f6lfe und B\u00e4ren sind derzeit keine gemeldet. Allerdings sind diese Aussagen nur f\u00fcr das Schutzgebiet g\u00fcltig. Das wird allerdings auch nicht unser Forschungsgebiet sein, sondern die das &#8222;Gebirge im Osten und S\u00fcden. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Seenland.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2320\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Im Osten befindet sich Tschechisch Kanada etwa 750m hoch und im S\u00fcden an der Grenze nach \u00d6sterreich geht es auf \u00fcber 1000m hoch, f\u00fcr den 2.Teil in der kommenden Woche. Auf den Bildern sieht man das auch hier die W\u00e4lder in der Umgebung von Studena immer in Sichtweite sind. So sah es fast auf der ganzen Fahrt von Trest bis Trebon aus.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>3.Woche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"228\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Schneefall01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2321\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>16. Februar<\/strong>: Um 8:20 kam Frank in Budweis mit der Bahn an. Alles passte, ich habe ohne\nStadtplan den Bahnhof rechtzeitig gefunden und Frank kam p\u00fcnktlich an. Dann\nsind wir schnell zur Pension nach Trebon gefahren, haben das Gep\u00e4ck ausgeladen\nund sind f\u00fcr einige Stunden in die W\u00e4lder n\u00f6rdlich gefahren. Sehr feuchte\nW\u00e4lder, \u00e4hnlich wie gestern, sehr flach und \u00fcberwiegen Kiefern, teilweise mit\nFichte. Mehrfach haben wir Damwild gesehen, dass in gr\u00f6\u00dferen Gruppen den Weg\nvor uns gekreuzt hat. Auch in diesem Gel\u00e4nde, mit den vielen Seen h\u00e4tte weder\nWolf und ich glaube auch der Luchs wenig Probleme zurecht zu kommen. Hinweise\nhaben wir jedoch keine gefunden. Wir waren kurz nach 14:00 zur\u00fcck an der Pension und haben meinen Wagen noch ganz leerger\u00e4umt als auch schon die sms von Rolf kam, dass er angekommen ist. Er wollte eigentlich erst mit der Birgit und&nbsp;um 18:00 ankommen.  Jedenfalls sind war am Abend essen gegangen und hatten einen vergn\u00fcglichen Abend. Es ist um 21:00 schon sehr kalt gewesen. Ich wollte in dieser nach im Garten von der Pension schlafen und den neuen Marmot Daunenschlafsack testen. Auch Frank hat es versucht. Um 3:00 morgens ist er rein. Die Temperatur ist auf -14\u00b0C gefallen und im Schlafsack war es super gem\u00fctlich warm. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Spurensuche02.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2322\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>17. Februar:<\/strong> Wir hatten uns entschieden heute in das tschechische Kanada etwa 40km \u00f6stlich von Trebon zu fahren. Ein H\u00fcgelgebiet mit ein paar Seen und viel Wald, meistens Fichtenmonokultur. Ein Kanadafeeling sollte sich aber nicht wirklich bei uns einstellen.  Wir hatten allerdings an einige Stellen Schnee und konnten dort nach Spuren suchen. Leider ohne Erfolg in Bezug auf Wolf, Luchs Wildkatze oder anderen exotischen Wildtierarten. Daf\u00fcr haben wir eine Wildschweinrotte beobachtet, die vor uns den Weg gekreuzt hat, und haben Haare von einem Reh gefunden, das wohl gefressen worden ist. Obwohl alles viel frischer als bei dem letzten Fund war, konnten wir keine sonstigen Reste oder Spuren finden. Eine Losung in der lauter Wildschweinhaare waren haben ebenfalls gefunden. Nur war die Losung f\u00fcr Wolf zu klein, f\u00fcr einen Luchs waren zu viele andere Dinge drin und sehr ungew\u00f6hnlich platziert. Meine Vermutung ist, dass es von einem Hund ist, der irgendwie Wildschwein fressen konnte. z.B. ein Hund eines J\u00e4gers. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/breakfast.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2323\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>18.Februar:<\/strong> Von unserer Pension aus sind wir nach S\u00fcden gefahren, nach Hojna Voda. Das ist fast an der Grenze nach \u00d6sterreich Dort sind die Berge wieder knapp \u00fcber 1000m hoch. Wir hatten gehofft dort bessere Schneebedingungen zu finden und es handelt sich um ein gr\u00f6\u00dferes Waldgebiet. Ein vereister, aber sch\u00f6ner und abenteuerlicher Weg hoch auf 1034m. Von dort sind wir bis zur Grenze nach \u00d6sterreich gelaufen wo wir noch in der Sonne eine Mittagspause einlegen konnten. Die Schneebedingungen waren nur an einigen Stellen ausreichend gut, ansonsten war zum gr\u00f6\u00dften Teil der Schnee verschwunden. Interessant war, dass wir hier deutlich weniger Wildtierspuren also von Rehen, Wildschweine etc. gefunden haben als bisher. Die meisten Spuren waren auch weiter unten. Wir sind in einem gro\u00dfen Bogen durch die W\u00e4lder haben aber wieder keinen Hinweis auf gro\u00dfe Beutegreifen gefunden, obwohl das Habitat ziemlich gut erscheint. Nach gut 6,50 Stunden waren wir mit Einbruch der Dunkelheit am Auto zur\u00fcck.  Jetzt kochen wir ein warmes Essen mit Nudeln und werden uns dann noch einen gem\u00fctlichen Abend machen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Wildschweinwald.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2324\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>19.Februar:<\/strong> Es ist ziemlich warm geworden. In der Nacht war kein Frost. Heute sind wir\nins Gebiet s\u00fcdlich von Budweis gefahren bei Kaplice. Dort haben wir ein\ngr\u00f6\u00dferes Waldst\u00fcck abgesucht bis auf 919m H\u00f6he. Je nachdem wie viel Schnee\ngefallen war und wie sehr die Sonne auf den Schnee schien waren die\nSchneebedingungen sehr unterschiedlich. Wir hatten zwei Losungen, die mit\nvielen Haaren durchsetzt waren gefunden, konnten sie aber nicht einem Wildtier\nzuordnen, weil zu alt und f\u00fcr Wolf zu klein, f\u00fcr einen Luchs sowohl die falsche\nForm als auch ungew\u00f6hnlich platziert. F\u00fcr einen Fuchs eher etwas zu viel und zu\ngro\u00df. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Pause.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2325\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Da wir noch Zeit hatten sind wir dann noch weiter in den Westen gefahren bis nach Zaton. Dort gibt es eine Region die praktisch nicht besiedelt war und fr\u00fcher vielleicht mal gesperrt war. Es waren gro\u00dfe Fl\u00e4chen f\u00fcr Rinder abgez\u00e4unt, der Rest bestand aus Heuwiesen und Wald. Hier haben wir ein halbes Bein von einem Reh gefunden und dicht an den drei H\u00e4usern an der Stra\u00dfe eine sehr gro\u00dfe Spur die eventuell von einem Wolf stammen k\u00f6nnte. Ich w\u00fcrde sie aber eher einem Hund zuordnen, wegen der N\u00e4he zu den H\u00e4usern und der Gangart.&nbsp;  Auf der R\u00fcckfahrt haben wir versucht bei Kaplice eine neue Unterkunft zu finden, die uns zusagt. Leider haben wir nichts gefunden und uns entschieden in Trebon zu bleiben. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Landschaft04.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2326\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>20.Februar<\/strong>: Es ist wieder k\u00e4lter geworden -6\u00b0C. Heute sind wir in das Waldviertel in Nieder\u00f6sterreich gefahren und haben uns in der Waldregion nordwestlich von Karlstift. Als wir dort endlich angekommen sind, hat uns ein \u00e4lterer Mann angesprochen, der aus dem Vogelschutz kam und uns erz\u00e4hlt hat, dass er auch J\u00e4ger sei. Nachdem ich ihm erkl\u00e4rt hat er angefangen davon zu erz\u00e4hlen was er selbst als J\u00e4ger von den meisten der anderen J\u00e4ger im eigenen Land h\u00e4lt. Es fing mit der Geschichte eines Elches an, der in Polen, Tschechien und Deutschland war, und kaum, dass er \u00d6sterreich bei Gmund erreicht hat, geschossen worden ist. Jedenfalls war es am\u00fcsant. Er hat uns ebenfalls erz\u00e4hlt, dass es hier in der Umgebung Luchse gibt. Ein Hinweis f\u00fcr uns. Jedenfalls sind wir hoch bis auf fast 1000m gewandert und hatten fast w\u00e4hrend der gesamten Zeit Schnee. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/trinken.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2327\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wir haben auch mehrere Spuren gefunden, die ich nicht genauer definieren konnte, weil sie abgeschmolzen waren und eine sehr gro\u00dfe Spur, die von einem Wolf stammen k\u00f6nnte. Allerdings ist alles zu wenig, weil die Spuren zu alt waren und der Schnee schon zu stark geschmolzen war. Schade, kein eindeutiger Hinweis an Spuren nur die Info des J\u00e4gers. Ganz klar ist aber, dass auch die heutige Region absolut tauglich ist f\u00fcr Wolf, Luchs und B\u00e4r, soweit ich es anhand der Eindr\u00fccke und Karte feststellen kann. Ganz in der N\u00e4he ist ja auch die Kuppe die B\u00e4renstein genannt wird. Ich w\u00e4re ehrlich gesagt erstaunt, wenn es entlang der tschechisch-\u00f6sterreichischen Grenze zwischen Freistadt und Gm\u00fcnd und noch weiter nach Norden keine Luchse geben sollte.\u00a0 <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Eisweg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2329\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>21.Februar:<\/strong> In\nder Nacht hat es leicht geregnet, es war morgens etwa 3\u00b0C warm und sehr\nnebelig. Auch am Vormittag hatten wir leichten Regen.Heute sind wir an das s\u00fcd\u00f6stliche Ende des Lipno Stausee gefahren. In der N\u00e4he von Vyssi Brod sind wir in die W\u00e4lder marschiert. Wichtig zu wissen ist, dass die W\u00e4lder mit Sumava und auch mit dem bayerischen Wald in direkter Verbindung stehen. Unser Waldabschnitt befindet sich zwischen dem Lipnosee und der Grenze nach \u00d6sterreich. Fast ein Niemandsland, denn hier wohnt auch niemand. Zun\u00e4chst sind wir recht steil den Weg hoch bis zum Kamm. Wegen dem Nebel konnten wir den See nicht sehen. Allerdings konnten wir einen gro\u00dfen Teil unserer Strecke unter Schneebedingungen gehen. Der Schnee schmolz leider nur so dahin, oder es war v\u00f6llig vereist. Wir haben eine Losung gefunden, die von der Gr\u00f6\u00dfe zum Wolf passen w\u00fcrde und es waren viele Haare drin, aber eben auch andere Bestandteile, die normalerweise nicht zu einer Wolfslosung passen. Mitten\nim Wald h\u00f6rten wir sehr laute Ger\u00e4usche, die wir zun\u00e4chst einem Flugzeug\nzugeordnet hatten. Doch es handelte sich um ein Windrad, genau an der Grenze.\nEs wirkt fast erschreckend, wenn man durch den Wald geht und pl\u00f6tzlich diese\nRiesigen Fl\u00fcgel des Windrades \u00fcber den B\u00e4umen sieht. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"204\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Hund.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2328\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Leider haben wir keine Spuren von Wolf oder Luchs gefunden, daf\u00fcr ist uns ein Dachs \u00fcber den Weg gelaufen. Den hat zwar nur die Shira gesehen, weil wir in den Kartenvertieft waren, die Spuren waren aber sehr deutlich. Am Ende vertrieb uns der &#8222;gef\u00e4hrlich&#8220; wirkende Herdenschutzhund von seiner kleinen Schafherde erfolgreich.  Nach etwa 17km Absuchstrecke waren wir wieder am Auto. Dort wartet schon der Volker auf uns, der bis zum Ende der Expedition dabei sein wird. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Wandern.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2330\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>22.Februar:<\/strong> Am\nVormittag haben wir zun\u00e4chst unsere Sachen gepackt, die Pension bezahlt und\nhaben uns auf den Weg in in den s\u00fcdlichen Teil von Sumava nach Volary gemacht.\nUnterwegs wollten wir allerdings noch einen kurzen Besuch in einer Region\ns\u00fcdwestlich von Bugweis unternehmen, einem Berg mit \u00fcber 1000 H\u00f6he. Als wir\ndort ankamen, haben wir festgestellt, dass diese Region touristisch sehr\nerschlossen ist. Trotzdem sind wir einmal um den Berg, aber ohne Hinweise auf\nWolf, oder Luchs zu finden. Danach sind wir weiter nach Volary und haben um 17:00 Jan getroffen. Jan organisiert hier die Monitoring Aktivit\u00e4ten, \u00e4hnlich wie Mirke in den Beskieden. Nur etwa 200m vom Bahnhof k\u00f6nnen wir eine Unterkunft nutzen, zur Not bis Ende der Woche. Heute sollten noch 6 weitere tschechische Volont\u00e4re eintreffen, so dass die Bude ziemlich voll wird.  Wir sind aber vorher Essen gegangen, um die lokale K\u00fcche zu testen. Erst gegen 22:00 waren wir zur\u00fcck und konnten uns noch kurz mit den Tschechen unterhalten. Birgit, Frank und ich haben uns einen Schlaflatz unterm Tarp auf einer Weise au\u00dferhalb von Volary gesucht. Allerdings war es wohl die st\u00fcrmigste Nacht und ich konnte das Tarp nur schlecht abspannen, weil der Boden teilweise noch gefroren war. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>4.Woche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/tarp.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2331\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>23. Februar:<\/strong> In der Nacht habe ich das Tarp nochmals anders abgespannt. Es war eine sehr unruhige Nacht und der Sturm hielt bis zum Morgen durch. Wir aber auch. Mit\netwas wenig Schlaf sind wir zum Fr\u00fchst\u00fcck zur Unterkunft gefahren. nach der\nsehr frischen Luft drau\u00dfen traf uns die dicke Knoblauchluft von 8 Leuten im\nHaus wie ein Schlag ins Gesicht. Wir\nsind heute s\u00fcdwestlich von Volary zwischen dem Fluss und der Grenze ins Gebiet.\nSchon gleich am Anfang auf einer Wiese sind und riesige Abdr\u00fccke und der Kot\nder Elche aufgefallen. Das war nat\u00fcrlich sehr spannend, denn jederzeit k\u00f6nnen\nwir auf Elche sto\u00dfen, die allerdings trotz ihrer Gr\u00f6\u00dfe schwer zu finden sind. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/deer-dead.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2332\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>30min\nsp\u00e4ter zog die Shira in den Wald, ich aber um die n\u00e4chste Ecke und Volker und\nFrank sind durch den Wald und haben Haare gefunden. Beim Absuchen der Umgebung\nkonnten wir dann den Kadaver einer Hirschkuh finden. Wir konnten jedoch nicht\ndie Todesursache feststellen, sondern nur, dass dieses Tier \u00fcberwiegend von\nWildschweinen und F\u00fcchsen gefressen worden ist. Auf dem weiteren Weg heute haben wir noch einige Spuren von Elchen gefunden aber kein Luchs oder Wolf. Am Abend habe ich noch einen Vortrag f\u00fcr die tschechischen Volont\u00e4re gehalten auf Englisch. Ich war jedenfalls danach ziemlich m\u00fcde. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Spurensuche03.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2333\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>24. Februar:<\/strong> Ich kann im Haus hier nicht schlafen, sondern bin wieder an den Waldrand zum Schlafen gefahren. Heute sind wir etwas westlicher in Grenzn\u00e4he \u00f6stlich von Mitterfirmansreuth auf tschechischer Seite unterwegs gewesen. Allerdings sind wir es heute sehr relaxed angegangen. Spuren von Elchen haben wir gefunden und Hinweise, die zun\u00e4chst auch vom Wolf sein k\u00f6nnten, die wir sp\u00e4ter aber Hunden zuordnen mussten.  Am Abend kam dann Volker 2, der bis zum Ende der Woche bleiben wird.  <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"226\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/luchsspur05.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2334\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>25. Februar:<\/strong> Heute haben wir uns ein Gebiet n\u00f6rdlich von Volary ausgesucht. Teilweise eine Region, die am Wochenende von Jan und seinen Leuten abgesucht worden ist, nur wollten wir in einem gr\u00f6\u00dferen Bogen laufen umso in eine n\u00f6rdlichere Region zu kommen. Nach\netwa 45min sind wir auf sehr merkw\u00fcrdige Spuren gesto\u00dfen, die vorderen Zehen\ntief in den Schnee gedr\u00fcckt und teilweise 10cm gro\u00df. Das Ganze war aber\nirgendwie sehr undeutlich. Diesen Spuren sind wir zwischen den jungen Fichten\nim Schnee gefolgt und haben eine zweite Spur entdeckt. Die eines Luchses. Das Ganze\nwar noch r\u00e4tselhaft, denn die gro\u00dfe Spur war definitiv weder Wolf noch Hund.\nEtwa 50m weiter haben wir wieder eine sehr \u00e4hnliche Spur im Schnee gefunden.\nEbenfalls konnten wir wieder eine Luchsspur identifizieren. Wir haben jede\nandere Spur sehr genau vermessen aus verschiedenem Blickwinkel betrachtet und\nversucht uns vorzustellen was hier wohl geschehen sein mag. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/kochen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2335\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Meine Meinung war am Ende, dass ein Luchs einen Hasen gejagt hat, der bei der Flucht mit allen m\u00f6glichen Haken und Spr\u00fcngen solche Spuren hinterlassen hat. Ein Hase kann mit seinen Hinterl\u00e4ufen sehr gro\u00dfe Abdr\u00fccke hinterlassen und die Pfoten sehr weit spreizen. Sehr spannend. Unterwegs\nhaben wir ansonsten zwar noch Spuren von einem Elch entdeckt aber ansonsten\nnichts ungew\u00f6hnliches mehr. Am Abend kam Izabela und Ihr Mann Jien an. Izabela arbeitet beim WWF Deutschland. In der Pause haben wir uns eine Suppe gekocht. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Marderhund.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2336\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>26. Februar:<\/strong> Es friert nur leicht in den N\u00e4chten und am Tag scheint die Sonne. Das verbessert die Chance Spuren zu finden \u00fcberhaupt nicht. Heute sind wir nochmals an das nordwestliche Ende des Lipno Sees gefahren, praktisch direkt im Nachbargebiet vom Samstag.  Wir sind eine lange Strecke gewandert, zum gr\u00f6\u00dften Teil auf befestigten Waldwegen. Erst auf dem R\u00fcckweg sind wir \u00fcber einen Bergr\u00fccken gelaufen auf wunderbar federnden Waldwegen. Felsen und umgefallene B\u00e4ume haben den Weg lebendig gemacht. Doch au\u00dfer den \u00fcblichen Spuren vom Hirsch, Reh, Wildschwein und Fuchs, haben wir nicht viel mehr gefunden. Daf\u00fcr eine sch\u00f6ne Spur eines Marderhundes. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"213\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/wolfspur.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2337\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>27. Februar<\/strong>: Wir sind heute nach Hartmanice umgezogen. W\u00e4hrend ich den Frank zum Bahnhof in Bayerisch Eisenstein gebracht habe, sind die anderen schon auf Suche nach einer Pension in Hartmanice gefahren. Gegen\n14:00 konnten wir uns dann auf den Weg machen ein Gebiet s\u00fcdlich von Hartmanice\nzu durchwandern. Eine sehr sch\u00f6ne Region mit Moor und sumpfigen Gebieten und\nW\u00e4lder drum herum. Entlang des befestigten Weges haben wir nach etwa 2\/3 der Strecke eine Spur gefunden, die von einem Wolf stammen k\u00f6nnte, oder halt eben von einem sehr gro\u00dfen Hund. Da dieses Tier mit der hinteren Pfote \u00fcber eine l\u00e4ngere Distanz sehr genau in den Abdruck der vorderen Pfote getreten ist, der Spurverlauf verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gerade verlief und die Abdr\u00fccke selbst sehr gro\u00df und l\u00e4nglich waren k\u00f6nnte es sich tats\u00e4chlich um einen Wolf handeln. Am Freitag haben wir einen Termin bei der Nationalpark Verwaltung Sumava. Vielleicht erfahren wir dann mehr. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/hoechster-Punkt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2338\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>28. Februar:<\/strong> Das Wetter ist perfekt und wir brechen auf zu unserer letzten ganz t\u00e4gigen Suche der Expedition. Morgen haben wir nur am Vormittag Zeit, wegen dem Termin am Nachmittag. Wir lassen ein Fahrzeug in Prasily stehen und fahren nach Modrava, um von dort die Wanderung zu starten. Am Anfang haben wir nur Skipisten, von denen wir uns nach etwa 3km verabschieden. Die Gesamtstrecke heute betr\u00e4gt etwa 20km, laut den Hinweisschildern. Wenn wir viele Spuren finden, f\u00fcr die wir viel Zeit ben\u00f6tigen ein sehr langer Weg.  Wir nehmen einen nicht benutzten verschneiten Waldweg, und finden mehrere Spuren die eventuell von einem Luchs stammen k\u00f6nnten. Leider sind fast alle Spuren derartig eingeschmolzen und alt dass eine genaue Identifizierung praktisch unm\u00f6glich wird. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Landschaft05.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2339\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wir erreichen eine H\u00f6he von etwa 1150m und haben auf der H\u00f6he praktisch \u00fcberall Schnee, der aber entweder so festgefroren ist, dass man Spuren kaum erkennen kann, oder so sulzig und weich und von den Leuten zertreten ist, dass man ebenfalls nichts erkennen kann. Auf den letzten km trennen wir uns und ich gehe einen Umweg \u00fcber einen See runter zum Auto.  <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/nebelwandern.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2340\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>29.Februar:<\/strong> Das\nWetter schl\u00e4gt um, es regnet leicht und ist teilweise schon arg windig. An\ndiesem Vormittag wollen wir nochmals eine letzte Region absuchen, die sich nun\netwa 12km westlich von Hartmanice und s\u00fcdlich von Javorna befindet. Hier\nliegt der Schnee nur noch an einigen lichten Stellen im Wald, wo keine Sonne\nhinkommt. Es ist sehr matschig. Kurz erz\u00e4hlt finden wir keine Hinweise auf\nWolf, Luchs oder andere seltene Tierarten.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Fuetterungsplatz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2341\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Um 13:00 ist unser Meeting mit dem leitenden Zoologen Bufka angesetzt. Er ist etwas \u00fcberrascht mit wie vielen Leuten ich auftauche, nimmt es aber locker und gibt uns viele Ausk\u00fcnfte \u00fcber den Stand der Dinge. Dazu geh\u00f6rt auch, dass es im Sommer 2007 Wolfshinweise aus der Region s\u00fcdlich von Hartmanice gegeben hat. Sehr spannend, denn dass unterst\u00fctzt unsere Annahme, dass es sich bei der Spur am Mittwoch vielleicht tats\u00e4chlich um einen Wolf gehandelt haben k\u00f6nnte.  Am Abend verabschieden wir uns alle voneinander, denn die Expedition ist nun abgeschlossen. Zusammen mit der Izabela und ihrem Mann fahre ich noch gleich nach Berlin um dort am morgigen Tag im Bundestag am Fachgespr\u00e4ch der Fraktion B\u00fcndnis Gr\u00fcne 90\/ Die Gr\u00fcne zum Thema &#8220; Wozu W\u00f6lfe &#8211; Wildtiermanagement als notwendiger Teil des Biodiversit\u00e4tsschutzes&#8220; teilzunehmen.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abschluss: <\/strong>In den n\u00e4chsten 2 Wochen will ich versuchen einen  kompletten Bericht mit Karten zu schreiben. Von der Hnuti Duha (Regenbogen) in  Tschechien bin ich zum einem Symposium in die Beskieden am 9. April eingeladen  um an der Diskussion \u00fcber Gro\u00dfr\u00e4uber in Tschechien mitzuwirken. Jetzt m\u00fcssen wir  nur noch eine L\u00f6sung f\u00fcr die Fahrtkosten finden. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei allen Beteiligten m\u00f6chte ich mich herzlich f\u00fcr den \nEinsatz und die Unterst\u00fctzung dieser Expedition bedanken, und hoffe dass wir \nauch weiterhin in Kontakt bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles Gute und Viele Gr\u00fc\u00dfe auch an die Leser dieses \nTagebuches<\/p>\n\n\n\n<p>Peter <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2.Februar: Gestern Abend bin ich in Novy Hrozenkov angekommen. Wir k\u00f6nnen eine H\u00fctte nutzen, die im Wald liegt. Es liegt Schnee da es bis auf etwa 500m H\u00f6he geschneit hatte. Mirek hat mir erkl\u00e4rt wo das Schl\u00fcsseln sind und w\u00e4hrend &hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/?page_id=2292\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2292","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2292","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2292"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2292\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2343,"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2292\/revisions\/2343"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2292"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}