{"id":2350,"date":"2019-08-11T15:54:26","date_gmt":"2019-08-11T14:54:26","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/?page_id=2350"},"modified":"2020-04-01T09:15:17","modified_gmt":"2020-04-01T08:15:17","slug":"tagebuch-alpenexpedition-2010","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/?page_id=2350","title":{"rendered":"Tagebuch Alpenexpedition 2010"},"content":{"rendered":"\n<p>Text von Albert<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"267\" height=\"200\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition1049.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2753\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><em>Am 28.,29. August 2010 fand in Mariazell der &#8222;Kick Off&#8220; der gro\u00dfen Alpenwanderung 2010 statt. Vertreter einiger Naturschutzorganisationen und des Landes waren nach Mariazell gekommen, um der Veranstaltung beizuwohnen. Es wurden lokale Lebensmittel der \u00f6rtlichen Produzenten im Rahmen eines Fair-Trade-Pr\u00e4sentation, organisiert von Gudrun Pfl\u00fcger, angeboten und nat\u00fcrlich auch ausgiebigst verkostet. Peter S\u00fcrth, Wildtiermanager aus Deutschland und Organisator der gro\u00dfen Alpenwanderung 2010-2012 zeichnet sowohl f\u00fcr die Wanderung als auch, gemeinsam mit Gudrun Pfl\u00fcger (Wolfsbiologin aus \u00d6sterreich) und dem Kameramann Albert Ausosbsky (Universum-Dokumentationen), f\u00fcr die filmische Umsetzung und Dokumentation der Wanderung verantwortlich. Nach der Begr\u00fc\u00dfung und einleitenden Worten von Peter S\u00fcrth und Gudrun Pfl\u00fcger und einer ausgiebigen St\u00e4rkung mit k\u00f6stlichen Fair-Trade-Produkten ging&#8217;s dann los zur 1.Teiletappe von Mariazell ins rund 20 km entfernte D\u00fcrradmer.  <br> <br>Die erste Etappe ab 2010 f\u00fchrt entlang der \u00f6sterreichischen Alpen. 2011 f\u00fchrt die Expedition durch die Schweiz und entlang der italienisch\/franz\u00f6sischen Grenze bis zum Mittelmeer. 2012 ist die Expedition auf den Spuren der Wolfspopulation entlang der italienisch\/schweizerischen Grenze und f\u00fchrt dann weiter nach n\u00f6rdlich bis zum deutschen Pforzheim. Thema dieses Projekts ist es bewusst zu machen, dass Wolf, B\u00e4r und Luchs k\u00fcnftig wiederum zunehmend Lebensraum in Europa f\u00fcr sich beanspruchen werden. Das Miteinander von Menschen und gro\u00dfen Beutegreifern, die M\u00f6glichkeiten zu schaffen, dass Wolf, B\u00e4r und Luchs wiederum Bedingungen vorfinden, die es ihnen erlauben eine gesunde und aus eigener Kraft lebens- u. \u00fcberlebensf\u00e4hige Population aufzubauen. Die Kommunikation dar\u00fcber, wie wiederum eine Koexistenz zwischen Menschen und Tier erreicht werden kann, die letztlich \u00fcber eine gesunde Artenvielfalt und deren Schutz uns allen zugute kommt, ist ein Ziel dieser &#8222;Gro\u00dfen Alpenwanderung 2010&#8220;.  <br>Peter S\u00fcrth, ein erfahrener Wildtiermanager, hat zu dieser Vision der Koexistenz mit Wolf, B\u00e4r und Luchs viele interessante L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten und Ans\u00e4tze und m\u00f6chte im Rahmen dieser Wanderung vor allem die Diskussion und Kommunikation in den Vordergrund stellen. Er und Gudrun Pfl\u00fcger m\u00f6chten auf dieser Wanderung anhand von Beispielen in der Natur auftretende Problemstellungen im Zusammenleben von Menschen und gro\u00dfen Beutegreifern aufzeigen und L\u00f6sungen diskutieren. Vor allem k\u00fcnftige Generationen, die mit diesem Thema wohl noch intensiver befasst sein werden, sollen angesprochen werden. Entlang der Wanderroute sind Schulen und Jugendorganisationen aufgerufen Pr\u00e4sentationen zu gestalten, die die Gedanken und Ideen der Kinder und Jugendlichen zu diesem Thema zum Ausdruck bringen. Die so entstehende Ausstellung soll dann an ausgew\u00e4hlten Orten in den gesamten Alpen gezeigt werden. <br>Bei den Wanderungen mitzumachen ist ganz einfach. Unter <\/em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/freemailng6102.web.de\/jump.htm?goto=www.derwegderwoelfe.de\" target=\"_blank\"><em>www.derwegderwoelfe.de<\/em><\/a><em> findet man die gesamte Route mit den einzelnen Etappen zum mitwandern. Anmeldungen jederzeit m\u00f6glich.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"429\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Exped-Alps-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2687\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Exped-Alps-1.jpg 600w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Exped-Alps-1-300x215.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Exped-Alps-1-420x300.jpg 420w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption>grobe Darstellung der geplante Expeditionsstrecke<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7717.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2690\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7717.jpg 600w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7717-300x200.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7717-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7647.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2691\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sonntag 29.August:<\/strong> Endlich nach langer Vorbereitung sind wir heute von Mariazell aufgebrochen. Genau genommen vom Biohof der Familie Eder. Denn dort haben wir ein Fr\u00fchst\u00fcck der besonderen Art vorbereitet. Ein Fair Trade Fr\u00fchst\u00fcck mit einheimischen Produkten der Mariazeller Gen\u00fcsse. Journalisten waren eingeladen, aber die waren offensichtlich zu m\u00fcde zwischen 8:30 \u2013 10:00 zu erscheinen. Daf\u00fcr war der WWF und der Naturschutzbund Steiermark vertreten und nat\u00fcrlich unsere Begleiter. Nach gutem Fr\u00fchst\u00fcck und vielen Gespr\u00e4chen sind wir gegen 10:45 aufgebrochen nach D\u00fcrradmer. Eines kann ich ganz gewiss sagen. Eine unglaublich fantastische Landschaft im st\u00e4ndigen Wechsel der Waldstrukturen und hoher Artenvielfalt mit herrlicher Aussicht auf eine bewaldetet Alpenlandschafft. Der B\u00e4r Moritz streift ab und an noch durch das Mariazeller Land. Doch hier k\u00f6nnten mehr B\u00e4ren, W\u00f6lfe und Luchse leben. Gudrun und ich sind begeistert, ebenso wie Ute, Albert, Heidi und unser Filmalbert mein Begleitteam Martin und Florian. Selbst der j\u00fcngste im Bund, Gudrun Sohn Conrad war Guter Dinge.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2694\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7768.jpg 600w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7768-300x200.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7768-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Montag 30.August:<\/strong> Seit 3 Uhr morgens regnete es ununterbrochen noch bis in den Tag hinein. In D\u00fcrradmer lebt Veronica. Sie arbeitet als freie Biologin und ist im B\u00e4renprojekt eingebunden. Sie hatte uns zum Fr\u00fchst\u00fcck eingeladen und wir konnten uns lange unterhalten. Als ich angekommen bin, hatte sie gerade noch eine Meldung bekommen, dass ein B\u00e4r ein \u00d6lkanister gepl\u00fcndert hat. Pflanzen\u00f6l f\u00fcr Motors\u00e4gen. Der \u201eSchaden\u201c lag allerdings drei Wochen zur\u00fcck. Es war Moritz einer der letzten B\u00e4ren die \u00d6sterreich derzeit noch hat. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7843.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2696\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7843.jpg 600w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7843-300x200.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-IMG_7843-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Unsere heutige Etappe, im Regen startend ging vorbei am\nR\u00fcsterwald und dem Fadenkamp. Auf etwa 1650m angekommen, jetzt ohne Regen und\nNebel, mussten wir mit einer kleinen Kletterpartie einem schmalen Pfad folgend\nin den Naturpark Steirische Eisenwurzen zu gelangen. Shira sieht sie zuerst,\ndie G\u00e4msen, die unterhalb von uns auf der steilen Wiese mit dem Langgras sind.\nDie Aussicht ist wiederrum absolut irre und Wald fast ohne Grenzen. \u00dcber einen\nsteilen Abstieg durch den Wald kommen wir wieder auf die Talstra\u00dfe und k\u00f6nnen\ngem\u00fctlich bis nach Wildalpen wandern. Allerdings f\u00e4ngt es wieder zu regnen an.\nMartin hatte schon eine Pension und einen Campingplatz gefunden. Wir waren\nheute wieder den ganzen Tag in einem f\u00fcr B\u00e4r, Wolf und Luchs gut geeignetem\nBergwaldgebiet unterwegs. Wir sind von 9:45 \u2013 17:45 gewandert. Am Abend haben\nwir in der Pension gegessen uns besprochen bevor Martin und ich uns einen Platz\nf\u00fcr die Nacht gesucht haben, gegen 21:30.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition0517.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2693\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition0517.jpg 600w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition0517-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition0517-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"269\" height=\"200\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abgebissenes-Langgras.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2697\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>31.August<\/strong>: Martin und ich haben am Wagen unser Tarp als Regenschutz\ngespannt. W\u00e4hrend Martin drau\u00dfen unter dem Tarp schlief, war der restliche\nPlatz etwas knapp und ich habe eine weitere Nacht auf der R\u00fcckbank im Bus\nverbracht. Es ist dort zwar trocken, aber ich kann mich nicht ganz ausstrecken\nund das wird auf Dauer ungem\u00fctlich. Es regnete die ganze Nacht. Als ich morgens\naufgestanden bin, dachte ich es w\u00e4re schon 7 Uhr. Es wohl erst 6 Uhr, was mir\naber erst um 7:20 aufgefallen ist. Es sah ganz nach einem absoluten Regentag\naus und ich habe mich dazu entschieden, dass wir die Etappe von Hinterwildalpen\nnach Hieflau nicht wandern werden, sondern uns auf eine Filmaufnahme und\nInterviews konzentrieren werden. So hat die Gudrun mit Arbeitern in dem Gasthof\nsprechen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend Ute und ich mich um den Conrad (Gudruns Sohn)\ngek\u00fcmmert haben. Conrad hat ein besonderes geschickt darin im falschen Moment\nwichtige Kommentare beitragen zu wollen. Leider werden dadurch die Tonaufnahmen\nfast unbrauchbar. Zus\u00e4tzlich haben wir noch mit dem Tourismusverband in\nWildalpen gesprochen bevor wir nach Hieflauf aufgebrochen sind. Die\nUnwetterwarnung, die f\u00fcr die letzte Nacht angek\u00fcndigt wurde erst in Hieflauf zu\nRealit\u00e4t. Es st\u00fcrmte und regnete extrem stark. Trotzdem sind zum ersten\nabendlichen Vortrag etwa 30-40 Leute gekommen. Der Vortrag von der Gudrun \u00fcber\nihre Wolfserfahrung aus Kanada und meine Erfahrungen aus Rum\u00e4nien erg\u00e4nzen sich\ngut. Es war f\u00fcr uns eine Urauff\u00fchrung, denn wir haben zum ersten mal gemeinsam\neinen Abend gestaltet. Vom Publikum sind unsere Vortr\u00e4ge gut aufgenommen\nworden.&nbsp; Hier konnten wir auch ein paar\nunserer sch\u00f6nen Wolfsposter verkaufen. Es gab noch einige Gespr\u00e4ch nach dem Vortrag Erst gegen 23:Uhr\nkonnte ich mir einen Schlafplatz suchen gehen. Es st\u00fcrmte die ganze Nacht bis\num 5Uhr morgens.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"272\" height=\"200\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Himbeeren.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2695\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>1.September: <\/strong>Nach der sehr st\u00fcrmischen Nacht, die ich wiederum im Wagen verbringen durfte, war ich kurz nach 8:30 wieder an der Pension. Dort warteten schon die ersten Mitwanderer vom Nationalpark Ges\u00e4use und ein lokaler Journalist. Von Hieflauf bis nach Radmer hatten wir eine etwas langwierige Asphaltstrecke. Schon in Hieflauf konnten wir wieder ungesch\u00fctzte Schafe und M\u00fcllbeh\u00e4lter finden, die nicht Wildtiersicher sind. Von Radmer aus sind die beiden Studenten vom Nationalpark noch bis 13:20 mitgewandert. Dann mussten die beiden zur\u00fcck und auch die Gudrun musste mit Conrad zur\u00fcck. Sie muss noch heute nachhause fahren um sich um ihre kranke H\u00fcndin k\u00fcmmern, die bei ihrer Mutter ist. Bis ich Tamsweg erreiche werde ich die Expedition ohne Gudrun fortsetzen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition0169.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2698\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition0169.jpg 600w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition0169-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition0169-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ich bin \u00fcber den Sattel Brunnecksattel (1619m) gewandert.\nKaum war ich allein finge es wieder zu regnen an und ich bin dann im T-Shirt im\nz\u00fcgigen Tempo auf den Sattel. Weiter unten Stand 3Std. Das konnte nach meinem\nGef\u00fchl nicht sein. Ich war dann in etwa 1 Stunde oben. Ohne weitere Pause bin\nich direkt wieder runter gelaufen nach Kalwang. Auf dem Schild stand, dass es 4\nStd. dauern w\u00fcrde. Als ich weiter unten eine gro\u00dfe Esche erreicht hatte, habe\nich das nasse T-Shirt ausgezogen und mir trockene und warme Kleidung angezogen.\nDie Strecke selbst war weniger sch\u00f6n, weil Rinde den gesamten Boden aufgerissen\nhatten und ich zum gro\u00dfen Teil nur \u00fcber eine schlammige Wiese gehen musste.\nNach nicht ganz 2 Stunden war ich in Kalwang und habe Martin und Florian bei\nden Eink\u00e4ufen \u00fcberraschen k\u00f6nnen. Von der Gemeinde ist uns die Wiese der\nVolksschule zur \u00dcbernachtung bereitgestellt worden. Sehr nett und ich kann\nendlich mal wieder ausgestreckt in meinem ganz neuen Tunnelzelt schlafen.&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.September:<\/strong> Ach wie sch\u00f6n, man kommt morgens aus dem Zelt und der Himmel\nist blau. Bei dem heutigen Weg von Kalwang nach Seckau muss ich die erste echte\nBarriere f\u00fcr Wildtiere queren. Die Bundesstra\u00dfe, die Autobahn und Eisenbahn.\nDie Anzahl und Gr\u00f6\u00dfe der Siedlungen nehmen zu. Das alles zusammen macht es\nschwieriger und es wird nur noch an einigen Stellen f\u00fcr Wildtiere m\u00f6glich sein\ndieses Tal zu kreuzen. Meine Wanderung heute ging von Kalwang unter der\nAutobahn durch ins Hagenbachtal weiter in ein oberes Seitental und \u00fcber nicht mehr\nwirklich existierende Pfade hoch zum Freudental auf etwa 1700m. Von dort vorbei\nam Kugelstein \u00fcber den Kumpitzstein (1924m) nach Mariaschnee. Da ich allein\nunterwegs war, habe ich daf\u00fcr nur etwa 5 Stunden ben\u00f6tigt. Es war die bisher\nl\u00e4ngste und anstrengendste Etappe. Von hier oben sieht man, dass der Wald recht\nintensive forstwirtschaftlich genutzt wird und w\u00e4hrend im oberen Drittel der\nFichtenwald typisch ist, ist der Fichtenwald in den unteren Lagen ein\nk\u00fcnstlicher Wald oft genug eine Fichtenmonokultur aus den vorigen Jahrzehnten.\nSolche W\u00e4lder st\u00f6ren weder Wolf, noch B\u00e4r noch den Luchs nachhaltig, die\nKonflikte mit den ganzen Wintergattern f\u00fcr das Rotwild sind allerdings\nvorprogrammiert. Die Wintergatter k\u00f6nnen mit dem Einzug der W\u00f6lfe nur schwer\ngehalten werden. Hier muss sich aus meiner Sicht grunds\u00e4tzlich einiges \u00e4ndern,\nsowohl im Forst als auch in der Jagd. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_5425-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2701\" width=\"256\" height=\"144\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_5425-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_5425-300x169.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_5425-768x432.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_5425-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_5425-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_5425-500x281.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Bei Maria Schnee hat Albert auf mich gewartet und nach\neinigen weitere Filmaufnahmen sind wir nach Seckau runter, dem heutigen\nTagesziel. Martin und Florian haben schon einen Platz f\u00fcr die Zelte von der\nGemeinde Seckau zugewiesen bekommen. Seckau hat einen Vortragsabend\nvorbereitet. Es war eine kleine Gruppe von etwa 15 G\u00e4sten darunter einige J\u00e4ger\nund Naturwarte. Schon vor Beginn standen wir im Kreis und haben uns angefangen\n\u00fcber den Wolf zu unterhalten. So wie in allen anderen Regionen, in denen ich\nbisher auf der Expedition war, war niemandem bewusst, dass die W\u00f6lfe zur\u00fcckkommen\nwerden, warum sie kommen und woher sie denn kommen sollen. Wie in Hieflauf auch\nwurde gemunkelt, dass die W\u00f6lfe eventuell ausgesetzt werden. Die Erkenntnis, dass\nW\u00f6lfe schnelle und fast unsichtbare Langstreckenwanderer sind wurde erst im\nVerlauf des Abends deutlich. Wenn auch noch nicht von allen Teilnehmern\nwirklich verstanden. Auf jeden Fall war es eine entspannte Gespr\u00e4chsrunde.\nWieder wurde es sehr still, als ich \u00dcbersichtsbilder von Brasov verglichen habe\nmit Bildern aus \u00d6sterreich. Am n\u00e4chsten Tag ist meine Strecke kurz, denn wir wollen in\nKnittelfeld spontan einige Leute ansprechen und deren Reaktionen\ndokumentieren.&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"267\" height=\"200\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Albert.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2702\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>3.September:<\/strong> Der heutige Tag war sehr leicht. Von Seckau bin ich in etwa\n2 Std. bis an den Rand von Knittelfeld gelaufen. Dort wurde ich f\u00fcr einige\nFilmaufnahmen an der Autobahn von Albert empfangen. Wir haben heute etwas Neues\nprobiert. In Knittelfeld haben wir uns mit dem Bus in die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone\ngestellt und haben die Leute spontan befragt. Einige haben angehalten und\nerz\u00e4hlt, dass Sie von der Expedition in der Zeitung gelesen haben. Das\nspannende war, die Leute vor die Kamera zu bekommen und ins Mikrofon zu\nsprechen. Nachdem das Mikrofon ausgepackt war, sind viele im Bogen um mich herumgelaufen.\nTrotzdem konnte ich unter Mithilfe von Martin einige Gespr\u00e4che f\u00fchren. Mit\nKindern, Jugendlichen mit einer Schamanin und mit einigen \u00e4lteren Leuten. Der\nj\u00fcngste in der Runde, ein Bub hat ein Wolfsposter von mir geschenkt bekommen.\nGegen 17:00 Uhr haben wir die Aktion beendet. Albert musste heute nachhause fahren,\num einen anderen Auftrag zu beenden. Er st\u00f6\u00dft in Gm\u00fcnd wieder zu uns. Wir\n\u00fcbernachten heute auf einem Campingplatz mit richtig nobel aussehenden Duschen.\nMorgen kommt die letzte Fu\u00dfetappe bis Reichenfels am n\u00f6rdlichen Rand von\nK\u00e4rnten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4.September:<\/strong> Der Horror eines jeden Hundebesitzers. Um mir den Weg zu\nsparen vom Campingplatz zum zur Wanderstrecke habe ich dieses St\u00fcck mit dem\nWagen \u00fcberbr\u00fcckt. Kaum das Shira (meine H\u00fcndin) und ich losgelaufen sind und\nnoch in Sichtweite der Stra\u00dfe und unseres Busses waren, kam ein Gewitter und\nDonner. Shira hat Angst vor dem Gewitter und konnte sich losreisen, ist\ngeradewegs zur\u00fcckgelaufen, doch Martin ist in dem Moment losgefahren und hat\ndie Situation nicht bemerkt. Nicht nur dass mehrere Autos und ein LKW auf\nunserer Wanderstrasse an ihr vorbeigefahren sind, sondern sie ist unten 300m\nvon mir entfernt noch \u00fcber die Hauptstra\u00dfe gelaufen. Auf meine Rufe hat sie\nnicht reagiert. Das Herz ist mir stehen geblieben. Als ich an der Stra\u00dfe war\nkonnte ich Sie mit Handzeichen dazu bringen sich hinzulegen und nicht wieder\n\u00fcber die Stra\u00dfe zur\u00fcck zu mir zu kommen. Das waren schreckliche Momente. Wir\nhaben das Gewitter unter einem Unterstand f\u00fcr den M\u00fcll abgewartet und sind dann\n\u00fcber St. Georgen nach Reichenfels gewandert. Die Strecke selbst war einfach,\nmeistens auf den Dorfstra\u00dfen. Unterwegs konnte ich mich noch mit einem Bauer\n\u00fcber Wolf und Co. Unterhalten. Sein junger Hund war mir gefolgt und wollte\nunbedingt mit der Shira spielen. Der Bauer hat in der R\u00fcckkehr der W\u00f6lfe keine\nnennenswerten Probleme gesehen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"267\" height=\"200\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition1049.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2703\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die W\u00e4lder von Mariazell bis hier haben sich drastisch ge\u00e4ndert. Bei Mariazell waren es noch sch\u00f6ne Mischw\u00e4lder mit hoher Artenvielfalt. Hier sind es fast nur noch Fichtenw\u00e4lder mit einem zunehmenden Bestand an L\u00e4rchen. Sehr arm an Arten, was den Konflikt insbesondere mit den Hirschen und den Wintergattern deutlich versch\u00e4rfen d\u00fcrfte. In Reichenfels sind wir von der Stadtr\u00e4tin eingeladen worden\nund konnten unsere Zelte in ihrem Garten aufbauen. Wir haben uns bis gegen\n22:00 \u00fcber W\u00f6lfe, B\u00e4ren, Luchse und viele andere Dinge unterhalten. Sie wird\nuns hier auch zuk\u00fcnftig helfen, um die Schulen anzusprechen oder einen\nAbendvortrag zu organisieren. Toll!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5.September:<\/strong> Aus meinem Tarp heraus konnte ich den blauen Himmel schon sehen.\nEs war frisch, etwa 6\u00b0C die Nacht und ich habe wunderbar geschlafen. Die erste\nEtappe mit dem Rad: Prim\u00e4re f\u00fcr meine Expeditionen. Nach der Radkarte geht es\neigentlich nur abw\u00e4rts oder flach. Im Kompletten Radlerlook fahre ich kurz vor\n9 los, nach der Verabschiedung und der \u00dcbergabe eines Faire Trade Kaffees von\nEZA an unsere Gastgeber. Es will von Reichenfels \u00fcber Wolfsberg nach Lavamund\nund von der dem neuen Drauradweg bis V\u00f6lkermarkt folgen. In Wolfsberg war ich\nschon nach 1 Stunde, noch vor Martin und Florian. Nach einer warmen Schokolade\nging es dann weiter. Ich h\u00e4tte auch der normalen Stra\u00dfe folgen k\u00f6nnen, dann\nw\u00e4ren es noch etwa 30km gewesen also insgesamt 60km. Das war mir zu kurz,\ndeswegen den Bogen \u00fcber Lavamund an der Grenze nach Slowenien. Tja, leider bin\nich entweder zu bl\u00f6d die Radwegmarkierungen zu sehen oder ich fahre zu schnell.\nJedenfalls hatte ich konstant Probleme auf dem richtigen Radweg zu bleiben. Es\nist ja auch saubl\u00f6d, wenn er teilweise extrem gut ausgewiesen ist, und dann pl\u00f6tzlich\nnur noch ganz schlecht oder unsichtbar. Nach insgesamt 60km war ich in Lavamund\nund haben meine Mittagspause gemacht. Das erste St\u00fcck auf dem Drauweg war\nleicht zu erkennen, dann ging es \u00fcber eine moderne H\u00e4ngebr\u00fccke und kurz danach\nverlor ich den richtigen Weg. Meine Karte hat mir nicht wirklich\nweitergeholfen, weil genau dieses St\u00fcck nicht drauf war. Das Resultat, ich habe\nnach einigen Irrwegen V\u00f6lkermarkt erreicht bin aber insgesamt 100km in etwa\n4,5Stunden Fahrzeit und mein Hintern ist noch nicht wund. So weit k\u00f6nnen W\u00f6lfe\nin einer Nacht laufen. Irre. Ich bin sicherlich nicht untrainiert, aber daf\u00fcr\nben\u00f6tige ich ein Fahrrad und relativ flaches Gel\u00e4nde.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"512\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Halbtotale.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2705\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Halbtotale.jpg 600w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Halbtotale-300x256.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Halbtotale-352x300.jpg 352w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>6.September:<\/strong> Der Tag f\u00e4ngt gut an, es regnet. Um 7 Uhr war noch alles trocken, selbst das Tarp. Dann fing es ordentlich an zu regnen. Radfahren im Regen. Klasse. Geplant ist dem Drauradweg weiter zu folgen bis kurz vor Fillach an den Faaken See. Gesch\u00e4tzt etwa 60-65km. Ich hatte die Regensachen an und gerade getestet, da h\u00f6rt es wieder auf zu regnen. Ein Gl\u00fcck es blieb dabei f\u00fcr heute. Allerdings war es grau und tr\u00fcb. Nun gut, also los ging es. Martin und Florian wollten \u00fcber den W\u00f6rthersee fahren. Als sie am Faaker See waren, waren alle Pl\u00e4tze auf allen umliegenden Campingpl\u00e4tzen wegen einem Bikertreff belegt und sie mussten bis zum Ossiacher See ausweichen. Gerade noch rechtzeitig bekam ich die sms. F\u00fcr mich bedeutete es insgesamt wieder 102km die ich gefahren bin. Jetzt merke ich langsam meinen Hintern.&nbsp; Trotzdem eine sch\u00f6ne Radstrecke. Rechts und links vom Drautal sind die Berge \u00fcberwiegend mit\nMischwald bedeckt und erscheinen mir relativ gut geeignet f\u00fcr Wolf und Co. Die\n\u00dcbersichtskarte zwischen Villach und V\u00f6lkermarkt belegt meinen Eindruck auch.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0324-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2708\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0324-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0324-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0324-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0324-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0324-400x300.jpg 400w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0324.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>7.September:<\/strong> Ich hatte mein Zelt so aufgebaut, dass ich die gesamte Nacht\n\u00fcber den Ossiacher See schauen konnte. Wunderbar. Allerdings setzte um 5 Uhr\nmorgens wieder ein leichter Regen ein. Irgendwie werden wir vom Regen und von\nder Feuchtigkeit nicht verschont auf der Expedition bisher. Da der Regen im\nVerlauf des Morgens noch kr\u00e4ftiger wurde, sind wir zun\u00e4chst nach Villach gefahren,\num neues Hundefutter zu kaufen und ich habe noch einiges an Morgenpost und\nKommunikation erledigen k\u00f6nnen. Erst gegen 10Uhr bin ich kurz nach Villach\nwieder mit dem Rad aufgebrochen direkt auf den Drau Radweg nach Spital. Anfangs\nmit kompletter Regenmontur, die ich aber schnell wieder ausgezogen und auf den\nGep\u00e4cktr\u00e4ger gepackt habe. Es nieselte nur noch ganz leicht und h\u00f6rte dann ganz\nauf. In St. Peter kurz vor Spital haben Martin und ich uns verabredet. Das\nwaren etwa 34km. Dort wollten wir noch ein paar Filmaufnahmen machen und ich\nmusste nochmals ans mobile B\u00fcro. Ich bekomme langsam das Gef\u00fchl, dass ich auf\nder Expedition fast ebenso viel am Computer h\u00e4nge wie wenn ich zuhause in\nmeinem B\u00fcro bin. Sehr nervig.&nbsp; Das h\u00e4ngt\ndamit zusammen, weil viele lange im Vorfeld angesprochenen Partner\nausgesprochen tr\u00e4ge wirken und das Thema Wolf, B\u00e4r oder Luchs offensichtlich\nnicht richtig anpacken wollen oder niemanden von au\u00dfen in die lokalen\nSituationen hineinlassen wollen. <\/p>\n\n\n\n<p>Von St.Peter ging es durch Spital entlang der 99 bis nach\nGm\u00fcnd. Das sind etwa 20km. Ich dachte, jetzt kommen einige Steigungen und hatte\ngesch\u00e4tzt, dass ich etwa 1,5 \u2013 2 Stunden ben\u00f6tige, wenn ich unterwegs noch\nFotos mache. Ich war in weniger als 1 Stunde in Gm\u00fcnd. Die Steigungen sind nur\nleicht und unterwegs hat sich mir eine Rennradfahrerin angeschlossen und wir\nsind die letzten 6km zusammengefahren und haben uns unterhalten bei Tempo\n25-30km\/h. Auf den Bildern sieht es immer so einfach aus einen\n\u00dcbernachtungsplatz zu finden. Das stellt sich meistens als echte\nHerausforderung heraus, insbesondere wenn wir keinen Campingplatz nutzen.\nMittlerweile wird es gegen 20Uhr schon d\u00e4mmerig und um 21Uhr ist es richtig\ndunkel. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0338-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2709\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0338-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0338-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0338-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0338-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0338-400x300.jpg 400w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0338.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>8.September:<\/strong> Der Nebel hebt sich und wird durch die Morgensonnen r\u00f6tlich\nerleuchtet. Die umliegenden bewaldeten Berge scheinen durch den Schleier\nhindurch. Das war mein morgendliches Bild vom Lager aus. P\u00fcnktlich breche ich\nmit dem Rad auf fahre an Gm\u00fcnd vorbei und zum ersten Mal geht es merklich\nberghoch, wenn auch noch relativ flach bis nach Krems. Unterwegs muss ich schon\ngleich wegen zweier Anrufe anhalten. Ab Krems folge ich der Stra\u00dfe nach\nInnerkrems und m\u00f6chte \u00fcber den Pass und \u00fcber Sch\u00f6nfeld fahren. Bei Krems sollte\nMartin nochmals auf mich warten, f\u00fcr den Fall, dass sich das Wetter \u00e4ndern\nsollte oder ich noch etwas aus dem Fahrzeug ben\u00f6tige. Dort angekommen erwartet\nmich auch gleich die Kamera, denn Albert ist ebenfalls wieder dabei. Bis nach\nInnerkrems sind es noch 10km die jetzt allerdings deutlich aufw\u00e4rts gehen. Ich\nkomme noch mit einer Geschwindigkeit von etwa 12km\/h voran. F\u00fcr die\nFilmaufnahmen muss ich mehrere kurze St\u00fccke mehrfach fahren. Anstrengend wurde\nes als ich auf dem steilen St\u00fcck von Innerkrems nach Sch\u00f6nfeld in den\nSerpentinen die steilste Kurve nochmals fahren muss. P\u00fcnktlich zur Mittagspause\nist es geschafft und ich bin auf knapp \u00fcber 1700m H\u00f6he angekommen. Vor mir\ner\u00f6ffnet sich ein wundersch\u00f6nes Tal mit einem Hochmoor, Zwergbirken und Zirben.\nDas ganze Tal ist kurz davor in allen Herbstfarben pr\u00e4chtig zu leuchten. Schon\nw\u00e4hrend der Pause f\u00e4ngt es an zu regnen und wir machen uns auf den Weg hinab\nins Murtal bis nach Tamsweg. Es hat wirklich viel Spa\u00df gemacht mit dem\nCenturion Rad und den dicken Reifen diese Stra\u00dfe abw\u00e4rts zu rollen. Die L\u00f6cher\nund Unebenheiten, die Risse und Buckel haben praktisch nicht gest\u00f6rt. <\/p>\n\n\n\n<p>Gegen 16:45 kam Gudrun nach Tamsweg und wir wollten noch\nschnell einen Almwirt besuchen, der im vergangenen Jahr Probleme mit einem Wolf\nhatte. Danach mussten wir schnell zur\u00fcck zum Knappenwirt um unseren\nAbendvortrag ab 19Uhr halten zu k\u00f6nnen. Das haben wir zeitlich nur so eben\ngeschafft, doch dann wurde der Abend mit Gespr\u00e4chen noch sehr lang. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>9.September:<\/strong> In der Nacht habe ich nicht besonders gut geschlafen,\nVielleicht deswegen, weil ich wusste, dass ich heute den Tauernpass \u00fcberqueren\nmuss, und alle schon erz\u00e4hlen wie schwer das sein wird. Vielleicht auch\ndeswegen, weil ich mal wieder im Auto schlafen musste und die Beine dort nicht\nwirklich ausstrecken kann. Zus\u00e4tzlich hie\u00df es, es werde st\u00fcrmisch und sehr\nregnerisch werden. So war es in der Nacht, doch am Morgen hatte ich beim\nSpaziergang mit der Shira eine sch\u00f6ne Aussicht \u00fcber Tamsweg und die umliegenden\nBerge. Das Wetter schien doch etwas besser zu werden als es angek\u00fcndigt war. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0384-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2711\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0384-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0384-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0384-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0384-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0384-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bilder-Alpenexpedition0384-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nach einem weiteren Bio &#8211; Faire Trade Fr\u00fchst\u00fcck mit einer lokalen Landwirten, die noch den traditionellen Lungauer Roggen anbaut und einem Journalisten sind wir aufgebrochen. Heute f\u00e4hrt Willi mit, ein mutiger der mich mit dem Rad begleiten will und den Verein Fair zum B\u00e4r gegr\u00fcndet hat. Bis Zweng waren nur geringen Steigungen. Ab dort ging es hoch nach Obertauern auf \u00fcber 1750 hoch. Ein langer Anstieg und auf einer stark befahrenen Strasse. Ab Zweng haben Willi und ich uns abgesprochen, dass jeder sein eigenes Tempo hochfahren sollte. Mit meinem Mountainbike war ich etwas schneller als er. Nach 8km kam ich oben an und Willi ein paar Minuten sp\u00e4ter. Dann fing es an zu regnen und wir konnten diese Pause zum Auftanken nutzen. Die Abfahrt war rasant. Dabei haben wir noch einen Zwischenstopp f\u00fcr den Film eingelegt, um Aufnahmen zu machen, wie wir unter einem Wasserfall hindurchwandern. Albert hat uns auf der gesamten Strecke immer wieder mal angehalten f\u00fcr die eine oder andere Filmaufnahme. Gegen 16:00 waren wir unten bei der Gudrun zuhause in Altenmarkt und haben uns auf den abendlichen Vortrag vorbereitet im Kulturhaus. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>10. September:<\/strong> Der Morgen beginnt gleich mit dem n\u00e4chsten Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr Journalisten in Altenmarkt. Radio, lokale Presse und sogar der B\u00fcrgermeister ist gekommen.&nbsp; Weil ich noch die lange Radetappe von Altenmarkt bis Ramsau Am Nationalpark Berchtesgaden vor mir hatte musste ich vor dem Fr\u00fchst\u00fccksende aufbrechen und Gudrun mit den Journalisten allein lassen. Willi wollte schon mal vorfahren und hatte fast 1 Stunde Vorsprung. Die Strecke f\u00fchrt von Altenmarkt durch das Lammertal \u00fcber Abtenau, von dort runter vorbei an Salzburg und von Hallein nach Berchtesgaden und weiter nach Ramsau. Die letzten beiden Tage hatte ich eine Strecke von etwa 65km und 55km bew\u00e4ltigt, daf\u00fcr \u00fcber hohe P\u00e4sse. Heute waren es wieder knapp \u00fcber 100km. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"263\" height=\"200\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Strohb\u00e4r.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2712\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Unterwegs nach Abtenau habe ich einen B\u00e4ren getroffen. Er\nwar aus Stroh. In Abtenau haben die Mitglieder des \u00f6sterreichischen\nAlpenvereins den Wagen gesehen und Martin direkt angesprochen. Ich war mit den\nLeuten schon per Email in Kontakt und wir hatten dar\u00fcber gesprochen in Abtenau\neine Pause zu machen und uns bei einer St\u00e4rkung in lockerer Runde zu\nunterhalten. Das hat wunderbar funktioniert. Die Meinung am Ende war, dass ich Informationen\nvermitteln konnte, die man so noch nicht geh\u00f6rt hatte. Dann ging es weiter und\nWilli hatte mir noch eine Spur von Bibern gezeigt die langsam Richtung K\u00f6nigsee\nziehen. Ein alter abgenagte Baum und ganz frische Spuren konnten wir entdecken.<\/p>\n\n\n\n<p>In Ramsau angekommen, war der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Tourismusinformation f\u00fcr ein Interview bereit. Im Cafe haben wir uns dann \u00fcber W\u00f6lfe und verschiedene Themen unterhalten. Dabei wurde durchaus die Skepsis ge\u00e4u\u00dfert, ob W\u00f6lfe oder B\u00e4ren von der Bev\u00f6lkerung akzeptiert werden w\u00fcrden. Gleich nach einem leckeren Eis sind wir zu einem Bauernhof gefahren um f\u00fcr Albert, Martin und Florian ein Zimmer zu organisieren. Die Familie kam dann spontan zu mir und wir haben uns \u00fcber W\u00f6lfe, B\u00e4ren, Luchse und \u00fcber die Landwirtschaft, die Schafe etc. unterhalten. Eine klare Aussage des Landwirtes, klar die W\u00f6lfe werden irgendwann zur\u00fcckkommen. Es sind ja wir Menschen, die den Tieren alles wegnehmen und die W\u00f6lfe ausgerottet haben. Au\u00dferdem sind schon immer mal W\u00f6lfe irgendwo aufgetaucht. Die Leute waren dem Thema gegen\u00fcber offen und ehrlich. Ich empfand es als sehr erfrischend und lehrreich f\u00fcr beide Seiten. Ich bin gleich eingeladen worden neben dem Stall zu \u00fcbernachten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>11.September:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Florian ist heute nach 2 Wochen wieder nachhause gefahren,\nund Mona die Freundin von Martin ist dazugekommen. Heute ist der letzte Tag mit dem Rad, dieser Expedition. Vom\nBauernhof ging es vorbei am Hintersee \u00fcber den Hirschpichel Pass wieder nach\n\u00d6sterreich nach Wei\u00dfbach bei Lofer. Die Stra\u00dfe zum Hirschpichel hoch wo so steil,\ndass ich an einer Stelle schieben musste. Bei jedem Tritt in die Pedale hat es\nmir mein Vorderrad angehoben. Allerdings war ich zu Fu\u00df etwa so schnell wie\nwenn ich gefahren w\u00e4re. Auf der anderen Seite ging es noch steiler hinunter.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-P9110052.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2713\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-P9110052.jpg 600w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-P9110052-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Kopie-von-P9110052-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der Naturpark Berchtesgaden hat einen Nachmittag f\u00fcr Kinder\norganisiert und um 15Uhr waren tats\u00e4chlich 15 Kinder an der Schule und ich habe\nihnen \u00fcber W\u00f6lfe und B\u00e4ren erz\u00e4hlt, mit ihnen Gipsabdr\u00fccke gemacht und ein\nWolfsheulspielchen. Am Abend haben wir einen Vortrag machen k\u00f6nnen, zudem viele\nder Kinder wiedergekommen sind und lokale J\u00e4ger. Das fand ich sehr gut. Gleich wurden die m\u00f6glichen Konflikte mit den\nRotwildf\u00fctterungen im Winter angesprochen. Jedenfalls wurde der Abend auch\nlange und erst gegen 22Uhr konnten wir unser Lager aufschlagen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5475-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2716\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5475-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5475-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5475-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5475-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5475-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5475-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>12. September:<\/strong> Um 8:30 kam unser Student Flo aus Wien an. Er will f\u00fcr eine Woche mitwandern, um mehr \u00fcber W\u00f6lfe zu lernen. Gudrun und Conrad sind wieder dabei und Willi und Rosmarie vom Verein Fair zum B\u00e4r sind dabei. Also mit einer gro\u00dfen Gruppe wandern wir \u00fcber den R\u00f6mersattel nach Hochfilzen. Die Strecke ist recht einfach hat einen Anstieg von etwa 800m auf knapp unter 1200m. Wenig dramatisch aber ganz nett. \u00c4rgerlich waren eher die ganzen Mountainbiker, die uns auf dem Wanderweg st\u00e4ndig entgegengekommen sind. Auf der anderen Seite ging es durch ein Truppen\u00fcbungsgel\u00e4nder erst auf Schotter dann auf Asphalt wieder runter. Eine junge Kreuzotter lag auf dem warmen Schotter. Leider war sie zu schnell weg und ich konnte sie nicht fotografieren. Hochfilzen liegt etwa 980m hoch. Martin hat organisieren k\u00f6nnen, dass wir neben dem Sportplatz \u00fcbernachten k\u00f6nnen. Gudrun, Albert, Willi und Rosmarie sind in der Pension gegen\u00fcber. Dabei hat Gudrun festgestellt, dass der Pensionsinhaber ein alter Bekannter ist den sie aus ihrer Zeit als Hochleistungsportlerin kennt. Bemerkenswert ist, es hat den zweiten Tag in Folge nicht geregnet und wir hatten heute einen sehr sonnigen Tag. In der Nacht wird es teilweise schon recht k\u00fchl, und langsam beginnt das Laub sich zu verf\u00e4rben. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>13.September:<\/strong> Wir haben die Nacht an dem Sportplatz des FC Hochfilzen\nverbracht. Martin und Mona im Zelt und Florian und ich unter dem \u00fcberdachten\nPartyplatz am Vereinsgeb\u00e4ude. Eine sternenklare Nacht bis es gegen 4 Uhr\nmorgens zu regnen begann. Dann musste ich auch ganz unter das Dach umziehen. So\nging es dann auch in dem Morgen, mal wieder mit Regen. In voller Regenmontur\nsind wir gegen 9:30 aufgebrochen. Als wir an der Eisernen Hand vorbei das Tal\nRichtung Burgeralm hoch sind hatten wir ein wunderbares Stimmungsbild mit den Nebelfetzen,\nder durch den Wald nach oben zog. Albert konnte mit dem Wagen bis zur\nMittagspause hochfahren und hatte einige Aufnahmen unterwegs und bei unseren\nGespr\u00e4chen in der Mittagspause machen k\u00f6nnen. Wir mussten die alte Holzbank\numstellen, denn direkt dahinter war ein kleines Wespennest. Als es dann wieder\nanfing zu regnen, war die Pause vorbei und wir haben uns auf den Weg gemacht\nnach Saalbach. Wir haben einen wirklich sch\u00f6nen Waldweg gefunden mit Blaubeeren,\nBrombeeren, romantischen kleinen Gebirgsb\u00e4chen. Ich hatte st\u00e4ndig das Gef\u00fchl,\nhier m\u00fcsste eigentlich jederzeit ein B\u00e4r oder Wolf auftauchen. Als ich die\nPlanungen gemacht hatte, dachte ich Saalbach und Hinterglemm seien kleine\nD\u00f6rfer. Es sind reine Winterskiorte der Kitzb\u00fchler Alpen, die wir ja gerade\ndurchqueren.&nbsp; Die W\u00e4lder sind deutlich\nst\u00e4rker zerschnitten als in den bisherigen Regionen, in denen ich war. Trotzdem\nist alles, also die W\u00e4lder und die nur wenig stark genutzten Landschaften, noch\nso weitl\u00e4ufig, dass es f\u00fcr Wolf, B\u00e4r und Luchs nutzbar w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5525-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2717\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5525-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5525-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5525-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5525-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5525-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5525-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Martin konnte keinen wirklich geeigneten Ort f\u00fcr unsere\n\u00dcbernachtung finden. Wir haben uns das Talende gemeinsam angeschaut und haben\nuns dann f\u00fcr das Warteh\u00e4uschen der Bummelbahn die in den Vogelalpgraben f\u00e4hrt\nentschieden. Morgen soll das TV kommen und wir m\u00fcssen \u00fcber 2000m hoch \u00fcber den\nBerg nach Mittersill.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5529-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2720\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5529-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5529-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5529-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5529-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5529-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5529-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>14.September:<\/strong> Das Warteh\u00e4uschen wurde mir zu eng, um dort noch ebenfalls\nzu \u00fcbernachten und ich zog es vor im Wagen zu schlafen. Der Morgen brachte die\nSonne, wor\u00fcber ich bei der \u00dcberquerung von hohen Bergp\u00e4ssen immer gl\u00fccklich\nbin. Zun\u00e4chst musste ich aber Gudrun, Willi und Rosmarie aus Hinterglemm abholen.\nVon den Salzburger Nachrichten und um 8:30 war auch schon von den Salzburger\nNachrichten der Journalist f\u00fcr das Internet TV da. Nach diesen Aufnahmen und\nInterviews konnten wir uns auf den Weg machen zur Murnauer Scharte auf fast\n2000m H\u00f6he. Albert folgte uns noch und wir konnten noch einige weitere\nAufnahmen f\u00fcr den Film machen. Der Anstieg war deutlich leichter als von mir\nerwartet und p\u00fcnktlich zur Mittagspause waren wir oben. Die Aussicht war\ngewaltig in die verschneiten Berge des Nationalpark Hohe Tauern. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5552-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2721\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5552-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5552-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5552-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5552-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5552-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5552-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von allen Regionen, die ich bisher in \u00d6sterreich gesehen\nhabe, erscheinen mir die Kitzb\u00fchler Alpen, speziell im Einzugsbereich der\nWintersport und Tourismusregionen als weniger gut geeigneten Lebensraum f\u00fcr\nWolf, B\u00e4r oder Luchs. Das sind glaube ich eher Regionen die gelegentlich mal\nbesucht werden und in einem Wolfsrevier eine gewisse Randfunktion hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Beim Abstieg nach Mittersill in das gro\u00dfe Tal parallel zum Nationalpark, konnte man deutlich sehen wo die Waldstrukturen und die Besiedelung im Tal \u00f6stlich und westlich von Mittersill erstrecken. Die hohen Berge des Nationalparks sind nat\u00fcrlich kein bevorzugter Lebensraum f\u00fcr Wolf und Luchs, aber gut geeignet als Winterquartier f\u00fcr B\u00e4ren und wenn z.B. die Blaubeeren \u00fcber der Baumgrenze reif sind als Nahrungsresourcen. W\u00f6lfe und Luchse w\u00fcrden sich eher auf die unteren Waldregionen und entlang der T\u00e4ler aufhalten. Wie man auf dem Bild sieht, befinden sich die W\u00e4lder insbesondere entlang der Flanken, au\u00dferhalb des Nationalparks. Dort w\u00fcrden W\u00f6lfe und Luchse zurechtkommen und gelegentlich auch die oberen Gebirgsregionen besuchen. Ob sich eine \u00e4hnliche Anpassung ergeben wird wie in den franz\u00f6sischen und schweizer Alpen, in denen die W\u00f6lfe scheinbar viel oberhalb der Baumgrenze aufhalten bleibt abzuwarten. Wichtig erscheint mir hier, dass das Tal von Wildtieren auch zuk\u00fcnftig durchquert werden kann. In der lokalen und \u00fcberregionalen Landesplanung muss man darauf achten, dass die Siedlungen und D\u00f6rfer nicht so zusammenwachsen, dass es kaum noch Durchl\u00e4sse gibt. Solche Beobachtungen habe ich in anderen L\u00e4ndern speziell in den T\u00e4lern machen k\u00f6nnen.&nbsp; In den n\u00e4chsten zwei Tagen werden wir uns einen Eindruck direkt im Tal entlang der Salzach verschaffen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Rinder-an-Alm-Waldrand.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2724\" width=\"300\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Rinder-an-Alm-Waldrand.jpg 600w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Rinder-an-Alm-Waldrand-300x221.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Rinder-an-Alm-Waldrand-408x300.jpg 408w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Am Abend hatten wir noch einen Vortrag im Hotel Br\u00e4urupp in Mittersill, die uns freundlicherweise einen Raum zur Verf\u00fcgung gestellt haben. Wie ich \u00fcber mehrere Ecken erfahren habe, kam vom Nationalpark eine Art Anweisung, dass die Mitarbeiter den Vortrag von Gudrun und mir zum Thema R\u00fcckkehr der W\u00f6lfe nicht besuchen sollen. Die Nationalparkleitung der Hohen Tatra des Salzburger Teils hat Bedenken das Thema R\u00fcckkehr des Wolfes (und Gro\u00dfe Beutegreifer) offen anzusprechen und scheint zu glauben, dass die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr solche vorbereitende Gespr\u00e4che und Gedanken noch nicht bereit ist. Trotz der vielen Informationen direkt an die Nationalparke und den Berichten in den Medien, will der Nationalpark nicht wissen, welche Ziele wir mit der Expedition verfolgen und will uns deswegen nicht unterst\u00fctzen. Ich pers\u00f6nlich finde es irritierend, zumal bekannt ist, dass W\u00f6lfe schon seit Jahren verst\u00e4rkt in \u00d6sterreich herumstreifen. Aus meiner Sicht sollte es der Bildungsauftrag eines Nationalparks sein, alle Menschen in deren Einzugsgebiet auf die R\u00fcckkehr der gro\u00dfen Beutegreifer rechtzeitig vorzubereiten. Aus Sicht des Wildtiermanagement ist es sogar ein \u201eMuss ohne wenn und aber\u201c. Es ist ja nicht der Nationalpark, der die Tiere zur\u00fcckbringt, sondern es sind die Informationen, dass z.B. W\u00f6lfe weite Strecken wandern und jederzeit aus mehreren Richtungen ganz \u00d6sterreich (Deutschland und die Schweiz) erreichen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>15.September:<\/strong> Die heutige Etappe ist eher einfach, daf\u00fcr l\u00e4nger. Wir\nwandern entlang der Salzach von Mittersill bis nach Wald im Pinzgau. Wir waren\nanfangs sehr bummelig und hatten schon im ersten Dorf, in Hollersbach eine\nlange Pause. Das Wetter ist sehr angenehm. Der Nachteil ist, dass wir recht\nh\u00e4ufig auf Asphaltierten Stra\u00dfen\/Radwegen laufen m\u00fcssen. Zwischendurch konnten\nwir auf Waldwege ausweichen und dort haben wir dann auch mal Spuren von\nHirschen, Fuchs und vom Dachs gefunden. &nbsp;Leider\nhatte ich meine Kamera im Wagen vergessen, die ich erst in der Mittagspause\nwieder hatte. Die dicke Raupe, die uns mehrfach \u00fcber den Weg gerobbt ist, sieht\nsch\u00f6n aus, war im alten Rom eine Delikatesse und ist ein Weidenbohrer. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"254\" height=\"200\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Weidenbohrer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2725\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Was jetzt deutlicher wird als gestern vom Berg ist, wie schwer oder leicht das Salzachtal von gro\u00dfen S\u00e4ugetieren durchquert werden k\u00f6nnte. Zwischen den D\u00f6rfern gibt es theoretisch gesehen gen\u00fcgend Raum f\u00fcr einen Wechsel. Die Stra\u00dfe und Eisenbahntrasse stellen zwar ebenfalls eine gewisse Barriere dar, doch die ist \u00fcberwindbar. Die Salzach selber ist teilweise so sehr kanalisiert und mit steilen befestigten Ufern und Hochwasserschutzmauern versehen, dass es schwierig sein k\u00f6nnte. Auf der anderen Seite haben neuere Renaturierungsprojekte und \u00dcberschwemmungsgebiete bei Hochwasser mit kleineren Feuchtbiotopen die Salzach stellenweise aufgelockert bzw. leichter durchquerbar gemacht. Das Bild mit den Sonnenblumen zeigt eine solche Stelle. In Wald im Pinzgau hat Martin ein super Lagerplatz gefunden\nan der Salzach an einem Holzlagerplatz mit Erlaubnis des lokalen F\u00f6rsters. Wir\nhaben es nur bis Neukirchen geschafft, wo uns Martin abholen musste. Zum ersten\nMal hatten wir auch einen Lagerabend, an dem alle beisammen waren.&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p><strong>16.September:<\/strong> Es regnete immer mal wieder, und zwar heftig. Willi hat mich\nam fr\u00fchen morgen angerufen, weil er mir mitteilen wollte, dass im Sumava\nNationalpark angrenzend zum B\u00f6hmer Wald ein Wolfsrudel mit Welpen entdeckt\nworden ist. Sehr gut und es war zu erwarten. Au\u00dferdem steht in den Salzburger\nNachrichten ein Artikel \u00fcber die Expedition mit einem Kommentar des\nNationalparkleiters Hohe Tauern, dass eine k\u00fcnstliche Wiederansiedlung von\nWolf, B\u00e4r und Luchs nicht unterst\u00fctzt werden w\u00fcrde, aber eine Aufkl\u00e4rung \u00fcber\ndie nat\u00fcrliche R\u00fcckkehr der W\u00f6lfe in \u00f6sterreichweit erfolgen m\u00fcsste. Dazu kann\nich nur sagen mein Reden, und so unverst\u00e4ndlicher ist seine Haltung das meine\nExpedition nicht unterst\u00fctzen zu wollen. <\/p>\n\n\n\n<p>Gerade als Gudrun und Albert um 8:30 angekommen sind, fing\nes wieder an aus Eimern zu sch\u00fctten. Gl\u00fccklicherweise hatten wir unser Tarp am\nAuto noch abgespannt. Wir sind dann zun\u00e4chst zu dem ber\u00fchmten Wasserfall bei\nKrimmel gefahren und haben dort einige Aufnahmen gemacht. Das ging zwar ohne\nregen bis wir zum Auto zur\u00fcck wollten. Vom Parkplatz gingen wir dann los durch\nKrimmel auf der Suche nach dem richtigen Weg zum Gerlospass und es h\u00f6rte\nkomplett auf zu regnen. Gudrun hat eine B\u00e4ckerei entdeckt, bei der wir spontan\nein zweites Fr\u00fchst\u00fcck organisiert haben.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"238\" height=\"200\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Gudrun-und-Conrad.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2726\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wir hatten einen sehr steilen Aufstieg zur Gerlosplatte und dem Hochmoor, doch der Rest des Weges war einfach und sch\u00f6n. Parallel zur alten Stra\u00dfe \u00fcber den Gerlospass vorbei an K\u00f6nigsleiten und dem Speichersee Durlassboden. Nach dem Damm ging es runter durch Gerlos und auf einem sch\u00f6n angelegten Lehr- und Erlebnispfad bis nach Gm\u00fcnd. Martin hatte es geschafft in dem engen Tal einen Lagerplatz\nzu finden, obwohl sowohl Forst als auch Gemeindeverwaltung meinten, dass es\nnicht m\u00f6glich sein irgendwo zu campieren f\u00fcr eine Nacht. Das muss immer wieder\neine nervende Sache sein, einen solchen Platz zu finden. Meinen gro\u00dfen Dank an\nMartin.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5602-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2727\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5602-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5602-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5602-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5602-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5602-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5602-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0648-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2729\" width=\"390\" height=\"304\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>17.September:<\/strong> Die Nacht war ok, der morgen beim Fr\u00fchst\u00fcck auch noch und\ndann fing ein leichter Nieselregen an, der immer st\u00e4rker wurde. Gudrun ist mit\ndem Conrad nicht im Regen bis auf \u00fcber 2300m mitgekommen und auch Mona wollte\nbei dem Wetter lieber aussetzen. Sehr verst\u00e4ndlich. Florian und ich sind im\nstr\u00f6menden Regen losmarschiert mit der Hoffnung, dass der Regen irgendwann nachl\u00e4sst.\nWir musste zun\u00e4chst bis zum Schwarzbachtal auf der Stra\u00dfe laufen und dann ins\nTal. Kaum waren wir dort angekommen und es ging bergan, h\u00f6rte der Regen auf.\nSehr praktisch. Schnell kommen wir in so dichten Nebel, dass trotzdem alles\nnass wird. Einige Serpentinen weiter oben, geht es durch die Nasse und von\nRindern zertrampelte und matschige Wiese weiter. Sichtweite h\u00f6chstens 50m.\nDaf\u00fcr waren die Herbstfarben der Beerenstr\u00e4ucher sehr sch\u00f6n zu sehen. Unten\nstand ein Schild 4 Std. bis zum Joch. Die Feuchtigkeit hat uns wohl\nangetrieben, wir waren nach etwa 2,5Std oben. Eine kurze Pause reichte und\nschon ging es wieder runter vorbei an der Kogel H\u00fctte und durch Brandberg. Dort\nwaren dir dann auch endlich wieder aus dem Nebel raus und wir wollten eine\nLeckerei im Dorfladen kaufen, den wir leider nicht gefunden haben. Also sind\nwir gleich \u00fcber einen Waldweg bis Mayrhofen gewandert und konnten uns dort\nverk\u00f6stigen. Als ich im Laden war und Florian auf die Shira aufgepasst hat, kam\nwohl eine wei\u00dfe Sch\u00e4ferh\u00fcndin von hinten und hat sich auf die Shira gest\u00fcrzt.\nIch habe im Laden die Rauferei und das Bellen von der Shira geh\u00f6rt und versucht\nso schnell wie m\u00f6glich wieder herauszukommen. Dann war aber alles schon vorbei.\nDie Sch\u00e4ferh\u00fcndin, doppelt so gro\u00df wie Shira, hatte wohl nicht mit Shiras\nReaktion und Erfahrung gerechnet. Florian hat mir erz\u00e4hlt, dass Shira so\nschnell reagiert hatte und die angreifende H\u00fcndin sofort im Griff hatte, obwohl\nShira selber an der kurzen Leine war. Shira ist halt kein wehrloses\nScho\u00dfh\u00fcndchen, sondern l\u00e4sst sich nichts gefallen. 15 Min weiter war ein Brunnen, aus dem die Shira Wasser\ntrinken wollte. Direkt dahinter ist unser Campingplatz.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0652-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2730\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0652-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0652-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0652-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0652-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0652-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0652-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>18. September:<\/strong> Schlecht geschlafen habe ich diese Nacht. Nicht nur weil es\nbis zum fr\u00fchen Morgen durchgehend geregnet hat, sondern weil mir viele Gedanken\ndurch den Kopf gegeistert sind. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck sind wir nach Ginzling zum\nNaturparkhaus Zillertal gefahren. Um 10Uhr ist eine Exkursion f\u00fcr die Ranger\ngeplant. Nina vom Naturpark hat alles vorbereitet und es kamen einige Ranger\nund Bergf\u00fchrer. Die Exkursion ging schon gleich am Anfang los, im Dorf. Gudrun\nund ich haben abwechselnd erkl\u00e4rt welche verschiedenen Aspekte im zuk\u00fcnftigen\nUmgang mit Wolf, B\u00e4r und Luchs zu ber\u00fccksichtigen sind und wie man sich\nverh\u00e4lt, wenn man diesen Wildtieren begegnet. Wir kamen mitten in den\nAlmabtrieb der Rinder hinein. Die Rinder waren geschm\u00fcckt und hatten m\u00e4chtige\nGlocken. Wir konnten kaum ausweichen und Shira hat Panik bekommen. Nur mit M\u00fche\nkonnte ich Shira im Nacken festhalten. Danach ging es einen recht steilen und\nfelsigen Weg hoch bis zur Maxh\u00fctte. Obwohl es nur eine recht kurze Strecke ist,\nhaben wir wegen der Gespr\u00e4che und Filmaufnahmen lange gebraucht. An der H\u00fctte\nwurde auch der H\u00fcttenwirt neugierig und wir hatten ein nettes Gespr\u00e4ch mit ihm.\nSeine Meinung war ganz klar, so fr\u00fch wie m\u00f6glich muss man die Leute informieren\nund konstant dranbleiben, damit es ernst genommen wird und die Leute Zeit haben\nsich daran zu gew\u00f6hnen, dass W\u00f6lfe bald wieder in den Alpen heimisch werden. Gudrun und Florian sind danach vom Bahnhof Mayrhofen\nabgereist. Gudrun hat Besuch aus Kanada und Florians Woche war leider schon zu\nEnde.&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0668-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2731\" width=\"256\" height=\"192\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>19.September:<\/strong> Der Vortrag letzten Abend in der Volksschule Finkenberg hat\ngut funktioniert und es gab auch einige kritische Anmerkungen sowohl zur\nFunktionalit\u00e4t der Elektroz\u00e4une als auch dazu, wer denn die Kosten f\u00fcr Sch\u00e4den\nund f\u00fcr die Schutzma\u00dfnahmen der Nutztiere zahlen soll. Das Publikum war gemischt,\n\u00fcberwiegend positiv oder neugierig dem Wolf gegen\u00fcber eingestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die heutige Wanderung ging von Mayrhofen \u00fcber das Joch nach\nHochf\u00fcgen und von dort nach Hochpillberg, wo uns Martin erwartet hat. Mona und\nich hatten unterwegs einige M\u00fchen an den K\u00fchen, bzw. an den Jungrindern vorbei\nzu kommen. Die waren st\u00e4ndig hinter der Shira her und Shira hat vor so gro\u00dfen\nTieren die auf sie zu kommen Angst. Wenn die Rinder normal grasen ist es ihr\negal. Mir ist heute aufgefallen, dass es doch sehr viele Rinderfarmen in der\nRegion gibt und die Weidefl\u00e4chen deutlich abgegrast aussehen. Die f\u00fcr Rinder\nschwerer zug\u00e4nglichen Regionen direkt daneben sehen deutlich anders und viel\nges\u00fcnder aus. Die H\u00fctte auf fast 2150 H\u00f6he haben wir im kalten Nebel erreicht.\nBeim Aufstieg konnten wir ein sch\u00f6nes Hochtal sehen. Leider war das Licht sehr\nschlecht f\u00fcr gute Fotos. Hochf\u00fcgen ist ein langweiliges Wintersportgebiet. Als\nwir \u00fcber den n\u00e4chsten Pass ins Inntal gewandert sind, konnten wir sehen, dass\nder Wald an den H\u00e4ngen zu beiden Seiten gro\u00dfe Fl\u00e4chen ausmacht. Zwischendurch\nkonnten wir einen Blick auf das Karwendelgebirge werfen. Dort geht es morgen in\neiner 2 t\u00e4gigen Etappe hindurch.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0717-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2733\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0717-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0717-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0717-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0717-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0717-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0717-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>20.September: <\/strong>Jetzt stehe ich vor dem Karwendelgebirge, es strahlt die Sonne und ich kann gleich vom Campingplatz loslaufen. Ich muss ein St\u00fcck durch Weer, unter der Autobahn und \u00fcber den Inn laufen und dann geht es in einer Kurve auf die S\u00fcdseite der Vomperschlucht. Bis dahin alles ganz einfach und ich kommen schnell voran. Naja, nicht ganz so schnell, denn unterwegs machen wir immer wieder einige Aufnahmen und die Radfahrer, die ich gerade am Berg \u00fcberholt habe, k\u00f6nnen wieder aufschlie\u00dfen.&nbsp; Bis zur Ganalm kann mich Albert begleiten. Kurz danach gibt es einen Klettersteig am steilen Hang zur Vomper f\u00fchrt. Auf den Bildern sieht man nur Tal von oben. Der Weg wurde derartig steil und rutschig, mit Halteseilen und fast durch gemorschte Bretter. Das wurde nicht nur anstrengend, sondern auch gef\u00e4hrlich. Die Shira musste ich zu ihrer und meiner Sicherheit frei laufen lassen. An einer Stelle an Felsen vorbei musste ich sie im Nacken packen und kurz r\u00fcber tragen. Alles andere war f\u00fcr sie leichter als f\u00fcr mich. Eigentlich habe ich den Eindruck bekommen, dass dieser Weg, der bei mir in der Karte noch eingezeichnet ist, nicht mehr weiter genutzt werden soll. Die Markierungen waren alt und die Kletterhilfen aus Holz an den Felsen kaputt und faulig. Die zwei Tage durch das Karwendel sind die einzigen Tage komplett in der Wildnis mit Tarp und kompletter Ausr\u00fcstung. Deswegen habe ich meinen gro\u00dfen Rucksack dabei. Der macht die Tour aber nicht leichter vorbei an den Felsen oberhalb der tiefen Schlucht. Nichts f\u00fcr Anf\u00e4nger. Nach Stunden komme ich endlich ins Tal an die Vomper im Vomperloch, zur\u00fcck auf nur 1050m H\u00f6he. Au\u00dfer einigen Kratzern am Finger ging alles gut. Daf\u00fcr hei\u00dfte es jetzt durch das Kiesbett und dann steil bis auf 1835m hoch. Das erscheint jetzt fast einfach. Unterwegs rieche ich die G\u00e4msen und weiter oben kommen wir an einigen vorbei. Der Anstieg hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn mich finde einen Lagerplatz mit Aussicht \u00fcber das Vompertal. Dort habe ich mein Tarp aufgebaut und \u00fcbernachtet. Die Nacht wurde allerdings sehr lang, weil es mittlerweile um 20:00 schon dunkel ist. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0739-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2734\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0739-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0739-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0739-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0739-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0739-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0739-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>21.September:<\/strong> Ein herrlicher Ausblick auf den Sonnenaufgang. Es war recht\nk\u00fchl in der Nacht, so dass es den ersten Raureif am Morgen gab. Gegen 7:30 war\nmein lager wieder im Rucksack verstaut und das Fr\u00fchst\u00fcck vertilgt. Die Shira\nkam am fr\u00fchen Morgen unter meinen Schlafsack, den ich nur wie eine Decke nutze,\nweil es mir sonst zu warm werden w\u00fcrde. Kein W\u00f6lkchen am Himmel und der Weg\n\u00fcber den 1900m Pass zur Halleranger H\u00fctter war jetzt sehr einfach. Vor dort\nging es recht schnell hinunter auf 1200m ins Quellgebiet der Isar. Die Aussicht\nauf die Berge ist klar und leider auch so grell, dass es schwierig wird\nvern\u00fcnftige Fotos zu machen die nicht entweder unter oder \u00fcberbelichtet sind.\nEinen Filter habe ich nicht dabei. Unten angekommen stand mir der sehr lange\nWeg auf der harten Talstra\u00dfe bevor bis nach Scharnitz. Das ist wieder ein Weg\num die F\u00fc\u00dfe in den Schuhen zum kochen zu bringen. Auf jeden Fall, denn man\nschnell geht und einen gro\u00dfen Rucksack buckelt. Weiter oben bin ich von einem\nalten kleinen LKW \u00fcberholt worden. Der stand pl\u00f6tzlich vor mir mit einem\nverlorenen Rad. Ich dachte solche Szenen bekomme ich nur in Rum\u00e4nien oder der\nUkraine zu sehen. Der Wagen versperrte die ganze Stra\u00dfe. Als ich weiter ging kamen\nmir zwei Leute entgegen. Zwei Ranger vom Karwendel Naturpark. Es war unter\nanderem Sina, die ich vom WWF kenne. Wir haben uns bestimmt 20min unterhalten.\nDann ging es weiter auf der endlos langen Stra\u00dfe. Dort stand dann pl\u00f6tzlich Martin\nund machte einige Fotos. Er ist mir entgegen gegangen und so konnten wir jetzt\ngemeinsam zum Auto zur\u00fcckgehen. Das waren noch gut 1,5 Std. In Scharnitz\nangekommen haben wir uns zun\u00e4chst ein Eis geg\u00f6nnt.&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p><strong>22.September: <\/strong>Mittenwald \u2013 Garmisch-Partenkirchen<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0753-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2737\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0753-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0753-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0753-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0753-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0753-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0753-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Da ich jetzt in Deutschland bin, muss ich anfangen mich um\ndie ersten Vortr\u00e4ge und Schulprojekte f\u00fcr Oktober und November k\u00fcmmern.\nDeswegen hatte ich geplant die kurze Strecke von Mittenwald nach Garmisch-Partenkirchen\netwas sp\u00e4ter zu starten. Bei einem Gespr\u00e4ch mit dem WWF Schweiz und dem Ursina\nProjekt wurde allerdings deutlich, dass ich mehr oder weniger einen B\u00fcrotag\neinlegen muss. Durch eine personelle Ver\u00e4nderung beim Ursina Projekt und dem\nWWF Schweiz ist die gesamte abschlie\u00dfende 6.Programmwoche gef\u00e4hrdet. \u00c4rgerlich\nund ich muss so schnell wie m\u00f6glich meine Ideen neu einreichen, um dem WWF\nzumindest die Chance zu geben einiges vorbereiten zu k\u00f6nnen. Deswegen habe ich\nmich dazu entschieden die Strecke nach Garmisch mit dem Rad zu meistern, von\nMittenwald vorbei an Schloss Elm und dann zum Parkplatz an der Olympia Arena\nf\u00fcr die Skispringer. Das waren etwa 17km, also eigentlich schnell zu schaffen.\nDoch hatte ich nicht damit gerechnet, dass ich nach Garmisch-Partenkirchen\nrunter eine extrem steile Strecke hatte, die eher etwas f\u00fcr Downhillbiker ist.\nDazu viele Leute die unterwegs waren und eine rutschige, schottrige, mit gro\u00dfen\nQuerfugen und abgebrochenen Pflastersteinen \u00fcbers\u00e4ter Weg. Ein St\u00fcck habe ich\nversucht zu fahren, doch das Risiko zu st\u00fcrzen war mir deutlich zu gro\u00df. So\nmusste das Rad den Berg herunterschieben. Heil unten angekommen habe ich Martin\ngesucht und den Rest des Tages mit der Arbeit am Computer verbracht. Erst gegen\nAbend haben wir uns einen Lagerplatz an der Loisach gesucht. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>23.September: <\/strong>Garmisch-Partenkirchen \u2013 Plansee<\/p>\n\n\n\n<p>Albert ist am Morgen wieder zu uns gesto\u00dfen. Wir haben\ngleich mit einigen Filmaufnahmen an einer \u00dcbersichtskarte begonnen. Die\nZugspitze ist in Sichtweite und die gesamte Region um Garmisch-Partenkirchen\nist ziemlich waldreich. Den Eindruck bekommt man selbst von der normalen Stra\u00dfe.\nGut geeignet f\u00fcr Wolf, B\u00e4r und Luchs. Die Wildtierdichte d\u00fcrfte ebenfalls\nv\u00f6llig ausreichen. Bis nach Gries bin ich wieder mit dem Rad gefahren, um von\ndort den Wanderweg bis zum Plansee zu nehmen. Ein ziemlich einfacher Weg und\nwieder bekommt man einen sch\u00f6nen Eindruck wie waldreich die gesamte Umgebung\nist. Ich kenne auch die \u00f6kologischen Situationen in den Bayerischen Voralpen.\nDie sind f\u00fcr die gro\u00dfen Beutegreifer ebenfalls ziemlich gut. Auch heute habe\nich noch einige Arbeiten erledigt. Au\u00dferdem m\u00f6chte ich schon darauf hinweisen, dass ich im\nNovember wieder meine Fachexkursionen nach Rum\u00e4nien anbiete. Dort werden wir\nwieder nach Spuren der W\u00f6lfe, B\u00e4ren und Luchse suchen. Mit etwas Gl\u00fcck k\u00f6nnen\nwir die Spuren im ersten Schnee suchen. Weitere Infos dazu gibt es auf meiner\nHomepage.&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p><strong>24.September:<\/strong> Plansee \u2013 Reutte<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"267\" height=\"200\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kopie-von-DSC07954.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2738\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Da lacht das Herz bei dem sch\u00f6nen Sonnenaufgang und dem Morgenrot \u00fcber dem Plansee. Hier ging es dann los entlang auf dem s\u00fcdlichen Wanderweg um den See. Der relativ jungen Fichten\/Kiefernwald war am Boden \u00fcbers\u00e4t mit Moosen und Blaubeeren. Unterwegs habe ich mich mit einigen Wanderern unterhalten. Solche Gespr\u00e4che kommen immer auf unterschiedliche Weise zustande. Entweder wegen der Shira oder weil wir filmen oder weil man sich \u00fcber die sch\u00f6ne Natur unterh\u00e4lt. Ich versuche solche Gespr\u00e4che dann immer irgendwie auf Wolf, Luchs oder B\u00e4r zu lenken, um festzustellen wie die Leute darauf reagieren. Bei einem \u00e4lteren P\u00e4rchen hat der Mann dann abgelenkt und mich nach den Adlern befragt, die er viel interessanter findet. Zwei Frauen fanden den Gedanken spannend, konnten sich aber nicht vorstellen, dass W\u00f6lfe hier leben k\u00f6nnten. Andere meinten man soll die Tiere doch einfach mal in Ruhe lassen und die Bauern sollen Ihre Nutztiere besser sch\u00fctzen. Oft kommentiere ich diese Meinungen nicht weiter, beantworte allerh\u00f6chsten Fragen. Hier m\u00f6chte ich anmerken, dass es nat\u00fcrlich nicht so einfach ist die Nutztiere entsprechend zu sch\u00fctzen, weil unser Weidesystem nicht auf die Anwesenheit auf Wolf, B\u00e4r oder Luchs vorbereitet ist. Heute habe ich mich auch mal ein wenig intensiver nach Spuren umgeschaut. In der letzten Nacht in Martin und ich ohne Tarp oder Zelt im Freien geschlafen haben, haben wir die Hirsche rufen geh\u00f6rt. Es ist Brunftzeit, also Paarungszeit bei den Hirschen. Die Spuren der Hirsche habe ich teilweise bis an den See gefunden. Nach Rehspuren musste ich ebenfalls nicht lange suchen. Im letzten Drittel der heutigen Etappe durch den Wald nach Reutte, musste ich zun\u00e4chst einen steilen Hang hoch und oben auf der Forststrasse habe ich noch Spuren vom Dachs gefunden. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5789-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2739\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5789-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5789-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5789-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5789-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5789-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_5789-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Am Abend hat Manfred Pfeifer vom \u00f6sterreichischen\nAlpenverein Reutte einen Abendvortrag organisiert in der B\u00fccherei. Fast alle\nSitzpl\u00e4tze waren belegt. Diesmal hatte ich auch Sch\u00fcler als Zuh\u00f6rer und\ninsgesamt ein v\u00f6llig anderes Publikum als bisher. Viele neugierige Fragen haben\nden Abend sehr interessant gemacht. Allgemeine Stimmung, die W\u00f6lfe sollen trotz\nder m\u00f6glichen Konflikte zur\u00fcckkehren. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>25. September:<\/strong> Pausentag<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste fast echte Pausentag. Es hat die gesamte Nacht\ndurchgehend geregnet und am Vormittag. Von 9-13Uhr haben wir uns in Reutte trotz Regen ins Zentrum\ngestellt und mit Passanten \u00fcber die anstehende R\u00fcckkehr der W\u00f6lfe und \u00fcber\nB\u00e4ren gesprochen. Wir konnten im \u00fcberdachten Eingangsbereich eines Caf\u00e9s\nstehen. Zu meiner \u00dcberraschung hatte ich doch die M\u00f6glichkeit mit recht vielen\nLeuten zu sprechen. Das Thema ist im Moment sehr aktuell, weil ich der Zeitung\nberichtet wurde, dass in Tirol ein Wolf ist, der nachweislich mindestens ein\nSchaf gerissen hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem sahen fast alle dem Wolf gelassen entgegen. Eine leichte Unsicherheit ob man dann noch wandern gehen kann wurde deutlich. Ein ehemaliger Politiker und Landwirt hatten eine deutlich andere Einstellung. Seine Meinung war, dass der Schutz der W\u00f6lfe willk\u00fcrlich festgelegt worden ist und jederzeit gekippt werden k\u00f6nnte. Seine Meinung war, dass in Tirol W\u00f6lfe nicht leben k\u00f6nnten, weil die Konflikte zu gravierend w\u00e4hren. Deswegen m\u00fcssten die W\u00f6lfe geschossen werden, wenn Sie sich in Tirol ansiedeln w\u00fcrden. Auch wenn ich Seine Meinung nicht teile, finde ich es gut, dass er seine pers\u00f6nliche Meinung klar und n\u00fcchtern formuliert und hat. Wir wollen ja gerade auch die verschiedenen Meinungen einfangen. Schulvortr\u00e4ge und weitere Abendvortr\u00e4ge in der Umgebung sind jetzt geplant. Den Rest des Tages habe am Computer verbrachte oder einfach\nmal nichts getan. Am Abend sind wir, Martin, Albert und ich noch essen gegangen,\num nicht den gesamten Tag in der K\u00e4lte und im Regen zu sitzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>26.September: <\/strong>Reutte \u2013 Bschlabs<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder hat es die gesamte Nacht geregnet. Kurz nach 9Uhr bin\nich aufgebrochen zun\u00e4chst vorbei an Ehrenbichel bis Wei\u00dfenbach. In Ehrenbichel\nstanden die Schafe eingez\u00e4unt mit einem Elektrozaun. Wenn der Zaun etwas h\u00f6her\nw\u00e4re und 5 Litzen hat statt nur drei entspricht er dem Elekrozaun den wir in\nRum\u00e4nien eingesetzt haben und \u00dcbergriffe von W\u00f6lfen und Braunb\u00e4ren verhindern\nkonnten, wo es vorher viele Probleme gab. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition0851.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2740\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition0851.jpg 600w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition0851-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kopie-von-Bilder-Alpenexpedition0851-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Meine Strecke f\u00fchrt mich entlang dem Lech. Wie so oft\nwandere oder radle ich entlang den T\u00e4lern entlang eines Flusses. Das sind\nnormalerweise auch die Wege die von Wildtieren wie W\u00f6lfe auf Wanderschaft gerne\ngenutzt werden. Entlang dem Lech gibt es noch sch\u00f6ne W\u00e4lder, die sich vom Fluss\nbis in die oberen Bergregionen erstrecken. Die D\u00f6rfer, Stra\u00dfen und andere\nInfrastrukturen sind nicht sehr stark entwickelt. Teilweise bekommt am Lech das\nGef\u00fchl eine unber\u00fchrte Naturlandschaft. Ich bin noch bis nach Stanzach\ngewandert. Allerdings ist es ziemlich k\u00fchl geworden gepaart mit leichtem Regen\nzwischendurch. Die Strecke bis nach Bschlabs ist etwa 32km lang, deswegen habe\nich mich dazu entschieden, dass ich den zweiten Teil des heutigen Tages mit dem\nRad meistern werde. Das waren dann noch etwa 6km entlang dem Lech und dann geht\nes gleich ziemlich steil die Bergstra\u00dfe hoch von 950m auf etwa 1400 oberhalb\nvon Boden nach Bschlabs. Die Etappe hat Albert gleich genutzt, um einige\nFahraufnahmen zu machen vom Projektbus mit dem Martin und von mir wie ich den\nBerg hochfahre. Wie soll es anders sein, es fing an zu regnen und als ich oben\nwar un warten musste, verschwitzt und im kalten Regen stehend wurde es doch arg\nungem\u00fctlich. Wir haben uns dann daf\u00fcr entschieden mit dem Wagen an den Lech zu fahren,\num dort zu \u00fcbernachten. Ein sch\u00f6ner Lagerplatz w\u00e4re hier oben eh schwer zu\nfinden gewesen.&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p><strong>27.September:<\/strong> Boden \u2013 Zams(Landeck)<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0887-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2741\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0887-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0887-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0887-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0887-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0887-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0887-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die N\u00e4chte sind jetzt schon sehr lang. Wenn man im Freien\nist, wird man oft schon mit Beginn der Dunkelheit m\u00fcde. Morgens hingen die\nWolken tief aber im Norden wurde der Himmel im klarer und wir konnten die Berge\nvom Lech aus sehen. Als wir allerdings in Bschlabs waren, war es leicht am\nregnen und von den Hohen Gipfeln um uns herum war nichts zu sehen. Meine Route\nf\u00fchrt \u00fcber die Hanauer H\u00fctte, die auf knapp \u00fcber 1900m liegt. Beim Anstieg zur\nH\u00fctte wurde mir warm genug, um im T-Shirt zu laufen bis zur H\u00fctte. Dort habe\nich mich warm angezogen den es schneite und den Rest des Weges bis zur\n\u00f6stlichen Dremlerscharte war im Schnee. Kn\u00f6cheltief bis zu 25cm. Au\u00dferdem hatte\nich die Videokamera dabei und musste zwischendurch einige Aufnahmen machen.\nEtwas oberhalb der H\u00fctte fand ich neben dem Wanderweg eine zur H\u00e4lfte\naufgefressenes Gamskitz. Die Alpendolen haben mich schon aus gr\u00f6\u00dferer\nEntfernung darauf hingewiesen. Die Spuren waren schon eingeschneit, aber\nerkennen konnte ich noch die Pfoten von F\u00fcchsen oder einem mittelgro\u00dfen Hund.\nOb das Kitz abgest\u00fcrzt war oder gerissen worden ist, oder aus einem anderen Grund\ngestorben ist konnte ich nicht mehr sagen. Es sah allerdings eher nach einem\nRiss durch einen Hund aus.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0895-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2742\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0895-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0895-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0895-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0895-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0895-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0895-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ich hatte Gl\u00fcck, dass ich einer Spur von Leuten folgen\nkonnte, die offensichtlich den Weg \u00fcber die Scharte kannten. In dem Schnee\nwaren die Wegmarkierungen nur schwer zu finden. Ich h\u00e4tte vermutlich deutlich\nl\u00e4nger gebraucht, wenn ich den Weg alleine finden h\u00e4tte m\u00fcssen. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Anstieg zur Scharte war mit Hilfsseilen gesichert. F\u00fcr\nShira war es kein Problem und ich war ziemlich verschwitzt als ich oben war.\nAlso nur eine kurze Pause auf \u00fcber 2500m H\u00f6he und nat\u00fcrlich voll im Nebel und\nim Schneegest\u00f6ber. Handschuhe hatte ich keine dabei. Dann ging es steil runter,\nvorbei am Steinsee und an der Steinseeh\u00fctte. Bis nach Zams musste ich \u00fcber\n1500m absteigen. Ab etwa 1700m wurde aus Schnee wieder Regen, der weiter unten\ngl\u00fccklicherweise fast aufh\u00f6rte. Um mir den Weg durch Landeck zu sparen sind wir von Zams an\nden Inn bei Fliess mit dem Wagen gefahren. Hier werden wir \u00fcbernachten.&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0911-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2743\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0911-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0911-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0911-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0911-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0911-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0911-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>28.September:<\/strong> Gudrun kam sp\u00e4t gestern Abend wieder an. In der Nacht habe\nich mir Gedanken gemacht, wie wir die letzten Tage der Expedition am\nsinnvollsten nutzen k\u00f6nnen. Es sind noch einige Drehs f\u00fcr den Film zu machen\nund wegen dem Ursina Projekt erscheint es geschickt die Planung zu \u00e4ndern.\nDamit wir daf\u00fcr mehr Zeit haben, habe ich mir vorgenommen die letzten\nStreckenabschnitte mit dem Rad zu fahren. Allerdings haben wir die weitere\nPlanung am Morgen erst besprochen. Gleichzeitig musste ich nach Landeck zur\u00fcckfahren,\nweil die Shira das Trockenfutter, das wir im Moment haben nicht so gut\nvertr\u00e4gt. Wir haben uns heute aufgeteilt. Gudrun und Albert sind zum\nNaturparkhaus Kaunergrat gefahren und machen einige Aufnahmen von dem dortigen\nHochmoor und von der Umgebung. Gleichzeitig bin ich mit dem Rad bis kurz nach\nPfunds gefahren. Das waren 28km. Mit dem Rad habe ich daf\u00fcr knapp \u00fcber 1 Stunde\ngebraucht. Als Wanderstrecke h\u00e4tte ich deutlich mehr Zeit ben\u00f6tigt. Das Wetter\nwar ja doch recht feucht in den vergangenen Tagen. Wir versuchen am Tag, wenn\nm\u00f6glich die Zelte wieder trocken zu bekommen. Auf dem Wagen geht es relativ\ngut, allerdings w\u00fcrde es schneller gehen, wenn die Sonne scheinen w\u00fcrde oder\nein leichter Wind geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe \u00fcber den Tag die gewonnene Zeit genutzt, um mir Notizen zu machen welche Szenen wir f\u00fcr den Film noch ben\u00f6tigen. Das k\u00f6nnen wir am Abend beim Essen besprechen, wenn Albert und Gudrun auch hier angekommen sind. Morgen werde ich dann vermutlich bis nach Scuol durchfahren. Dann k\u00f6nnen wir den Abendvortrag des Schweizer B\u00e4renexperten uns anh\u00f6ren. Und vielleicht mit dem WWF Schweiz die weiteren Tage besprechen. Am Freitag dem 1.Oktober ist schon mein Vortrag \u00fcber B\u00e4ren und \u00fcber die Expedition geplant. Den muss ich ebenfalls noch zusammenstellen. Martin und ich werden heute Nacht am Inn schlafen.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0937-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2744\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0937-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0937-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0937-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0937-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0937-400x300.jpg 400w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0937.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>29.September: <\/strong>Die N\u00e4chte werden langsam immer k\u00fchler, allerdings hatten wir kaum Tau und wir konnten ohne Tarp oder Zelt im Freien schlafen. Der Mond ist halt gegen morgen sehr hell und scheint uns direkt auf den Kopf. Wir haben uns dazu entschieden die letzten wichtigen Filmszenen und Erz\u00e4hlungen von Gudrun und mir zu drehen. Dazu haben wir uns in der Umgebung von Pfunds geeignete Stellen ausgesucht. Auf dem Weg hat Gudrun J\u00e4ger gesehen, die gerade von der Jagd kamen und sich in einem Restaurant gesetzt haben. Wir sind zur\u00fcck und haben uns lange mit ihnen unterhalten und gleich schon ein weiteres Interview machen k\u00f6nnen. Danach sind wir auf eine Wiese gefahren, hatten aber durch Hubschrauber viele St\u00f6rungen, noch bis nach 17Uhr. Also konnten wir nicht viel machen und ich habe meine letzte Etappe nach Scuol auf Freitag verschoben. Am Abend sind wir allerdings noch in die Schweiz nach Zernez gefahren, um uns den Vortrag von Mario Theus \u00fcber B\u00e4ren in der Schweiz anzuh\u00f6ren. Der war sehr gut gemacht doch habe ich am Konzept B\u00e4r in der Schweiz ein paar Kritiken. Das sind insbesondere 2 Punkte. Ich halte nicht viel von der Vergr\u00e4mung und ich bin der Meinung, dass man nicht nur den M\u00fcll und andere nicht nat\u00fcrliche Nahrungsquellen ber\u00fccksichtigen sollte, die B\u00e4ren in die D\u00f6rfer locken k\u00f6nnen, sondern auch die Konzentration der nat\u00fcrlichen Nahrungsquellen wie Obst oder N\u00fcsse bei gleichzeitigem sehr d\u00fcrftigem Angebot au\u00dferhalb der Siedlungen. W\u00e4hrend Gudrun und Albert eine Pension ohne Fr\u00fchst\u00fcck und mit WC im unteren Stockwerk hatten f\u00fcr 28\u20ac, haben Martin und ich uns am Rand der Siedlung einen Schlafplatz mit Blick auf Zernez gefunden. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0961-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2745\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0961-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0961-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0961-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0961-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0961-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0961-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>30.September: <\/strong>Ich musste am Morgen die Scheiben am Auto freikratzen. Es war definitiv die k\u00e4lteste Nacht. Auf dem morgendlichen Spaziergang mit der Shira habe ich das erste Bienenhaus entdeckt, dass gegen Braunb\u00e4ren gesichert war. Es wichtiger Shot f\u00fcr den Film. Nach einem kurzen Fr\u00fchst\u00fcck in Cafe um die Ecke sind wir zusammen nach Nauders gefahren und haben am schwarzen See die Aufnahmen von gestern nachgeholt. Ich glaube die sind nicht so schlecht geworden. Doch deutlich wird es erst, wenn wir anfangen den Film zu schneiden und ich sehen kann ob Textbl\u00f6cke zu steif oder halbwegs locker sind. Das ist wirklich nicht einfach, vor allen Dingen, weil wir zwar besprechen was wir sagen wollen, dann aber doch aus dem Bauch reden und nat\u00fcrlich keine Schausteller sind. Martin hatte die Aufgabe den Conrad zu betreuen, weil Conrad immer im falschen Moment seine Meinung lautstark \u00e4u\u00dfern muss. Das ist f\u00fcr mich eine schwierige Umstellung, weil ich es doch seit Wochen gew\u00f6hnt bin den ganzen Tag zu wandern oder zu radeln. Dazu war es ziemlich frisch auf 1800m H\u00f6he. In den Pausen war Zeit die Enten zu fotografieren, wenn sie gerade zum tauchen ansetzt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"283\" height=\"200\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Ente-im-Sprung.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2746\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Am Abend haben wir dann einen Lagerplatz gesucht und dort\ngemeinsam gegessen und weitere Aufnahmen vom Lagerleben gemacht. Das Tal ist\nrecht eng, und wir sind ziemlich gut zu erkennen. Jetzt um 20:48 ist gerade die\nPolizei vorbeigefahren. Ich bin gespannt ob wir hier heute in Ruhe schlafen\nk\u00f6nnen.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>1.Oktober: Vortrag in Scuol im Gemeindehaus um 18:30 (WWF\nSchweiz)<\/p>\n\n\n\n<p>5.Oktober: Vortrag im Samedan im Gemeindesaal um 18:30 (WWF\nSchweiz)<\/p>\n\n\n\n<p>8.Oktober: Vortrag und Podiumsdiskussion in Fliess in der\nHauptschule ab 19:30 (organisiert vom Naturpark Kanuergrat)<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0995-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2747\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0995-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0995-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0995-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0995-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0995-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0995-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>1.Oktober: <\/strong>Wir konnten nicht ganz in Ruhe schlafen. Ein Hirsch\nflankierte vor uns auf der Wiese mehrfach an unserem Lager vorbei und hat seine\nLiebesnot in die Welt \u201egebr\u00fcllt\u201c. Es hat sich teilweise so angeh\u00f6rt als ob er\ndirekt neben dem Tarp stehen w\u00fcrde. Erst als wir am Fr\u00fchst\u00fccken waren, hat uns\njemand gefragt ob wir noch l\u00e4nger hier stehen w\u00fcrden. Nachdem wir es verneint\nhaben, hat uns der J\u00e4ger einen sch\u00f6nen Tag gew\u00fcnscht.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr unseren Film brauchen wir noch einige Sequenzen bei der ich mich mit der Gudrun unterhalte. Das haben wir noch gedreht in der N\u00e4he von Pfunds. Das ist wirklich nicht so leicht, weil ich gerne m\u00f6chte, dass diese Gespr\u00e4che m\u00f6glichst locker wirken und so kurz wie m\u00f6glich ohne viel Geschwafel. Also nach mehreren Versuchen haben wir es glaube ich geschafft. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Ankunft_Scoul_02.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2749\" width=\"375\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Ankunft_Scoul_02.jpg 750w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Ankunft_Scoul_02-300x200.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Ankunft_Scoul_02-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Jetzt muss ich noch die letzte Etappe bis nach Scuol zur\u00fccklegen. Darauf lege ich Wert. Das sind noch etwa 30km die ich mit dem Rad fahren m\u00f6chte. Also rauf auf den Drahtesel zum Ziel der Expedition in diesem Jahr. Die Strecke hat es in sich, kurz steile Anstiege, Waldwege und im letzten Abschnitt viele Pf\u00fctzen und Kuhfladen, denen ich kaum ausweichen konnte. Nach 75min erreiche ich Scuol muss aber noch herumkurven, weil die Kamera, die meine Ankunft filmen soll an einem Schild mit Scuol erst finden muss. Nach 5 Wochen erreiche ich Scuol. Scuol wird im n\u00e4chsten Jahr mein Startpunkt f\u00fcr den zweiten Teil der Expedition bis zum Mittelmeer sein. Wir sind jetzt auch ganz in der Region des Ursinaprojektes angekommen. Morgen werden wir noch den B\u00e4renpfad der bei S-Charl auf 1800m H\u00f6he anschauen. Martin und ich \u00fcbernachten auf dem Campingplatz in Scuol.\nAlbert und Gudrun in der Pension in Pfunds, die in \u00d6sterreich deutlich\ng\u00fcnstiger ist als in der Schweiz. Gudrun verl\u00e4sst uns morgen, weil Sie zuhause\neinen Termin am Abend hat.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0991-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2748\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0991-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0991-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0991-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0991-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0991-400x300.jpg 400w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition0991.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>2.Oktober:<\/strong> Der letzte offizielle Tag der Expedition. Urspr\u00fcnglich\nwollte ich erst heute in Scuol ankommen. Auf Bitten des WWF Schweiz und dem\nUrsina Projekt habe ich die Ankunft einen Tag vorgezogen. Heute haben wir uns den B\u00e4renpfad, die b\u00e4rensicheren\nM\u00fcllbeh\u00e4lter und die Umgebung um Scuol angeschaut. Der B\u00e4renpfad liegt in einem\nsehr sch\u00f6nen Hochtal auf fast 1800m an der Stra\u00dfe nach S-Charl H\u00f6he und ist\nsehr sch\u00f6n gestaltet. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition1013-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2750\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition1013-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition1013-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition1013-768x576.jpg 768w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition1013-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition1013-400x300.jpg 400w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bilder-Alpenexpedition1013.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wir sind bis zum Nachmittag mit den letzten Dreharbeiten besch\u00e4ftigt und erleben einen wunderbaren sonnigen Herbsttag. So wie ich es mir f\u00fcr die Expedition vorgestellt hatte. Die Expedition, also die Wanderung und Radstrecken die Abstimmung mit Martin als Begleitteam und die Arbeit mit der Gudrun und dem Albert hat gut funktioniert. Das obwohl ich die Strecke urspr\u00fcnglich nicht so geplant hatte, dass gleichzeitig ein Film gedreht werden kann. Dreharbeiten zu einem Film sind immer sehr Zeitintensiv. Jetzt werde ich bis Ende Oktober eine Zusammenfassung\nschreiben und Sie ver\u00f6ffentlichen. Zus\u00e4tzlich werde ich zum Wolf, B\u00e4r und Luchs\neine extra Infoseite ver\u00f6ffentlichen und dort die wichtigsten Fragen aus den\nExpeditionen und Vortr\u00e4gen beantworten.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;\n<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kopie-von-DSC08057.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2751\" srcset=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kopie-von-DSC08057.jpg 600w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kopie-von-DSC08057-300x225.jpg 300w, https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kopie-von-DSC08057-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text von Albert Am 28.,29. 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Es wurden lokale Lebensmittel der \u00f6rtlichen Produzenten im &hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/?page_id=2350\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2350","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2350","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2350"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2350\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2754,"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2350\/revisions\/2754"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wordpress.derwegderwoelfe.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2350"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}